Sie hat den coolsten Job des Sommers

Nach ihrer gerade abgeschlossenen Ausbildung arbeitet Julia Schrader nun am Stotternheimer See. "Ein toller Job", sagt sie. Obwohl er auch sehr anstrengend ist und viel mehr beinhaltet, als 'nur' Acht zu geben, dass niemandem etwas passiert.
Sie hat einen der coolsten Arbeitsplätze des Sommers: Julia Schrader ist Schwimmmeisterin am Stotternheimer See. Ordnungsgemäß heißt der Beruf „Fachangestellte für Bäderbetriebe“, die Ausbildung dafür hat sie gerade bei den Stadtwerken beendet.

 Vor allem in diesen heißen Wochen klingt das nach Traumjob: Entspannt am Wasser sitzen und aufpassen, dass nichts passiert. „So denken viele, aber es steckt viel mehr dahinter. Dieser Beruf ist eine echte Herausforderung und auch anstrengend“, weiß Julia und freut sich, dass immer mehr Frauen die einstige Männerdomäne erobern.

 Ein Schwimmmeister muss natürlich fit sein in Sanitäts- und Rettungslehre, in Wasserrettung und Erster Hilfe sowieso. Seit Wochen sind es eher kleinere Wehwehchen der Strandbadbesucher, um die sich die Schwimmmeister kümmern müssen. Zum Glück. Aber sie können mehr, haben fundierte Kenntnisse über technische Anlagen, Grundlagen des Badebetriebes, Aufsichtsführung, Prüfungen der Verkehrssicherheit und mehr. Die körperlichen Anforderungen sind schwer, einmal im Jahr muss ein Schwimmmeister Fähigkeiten und Fitness unter Beweis stellen.

 Auch der Berufsalltag hat es in sich: Stunden vor und nach dem Badebetrieb sorgen die Wächter der Sicherheit für ein Vorzeige-Bad. Sand rechen, Duschräume putzen oder Müll entsorgen sind normaler Alltag. „Ich habe trotzdem einen tollen Job, in dem ich ganz viel mit Menschen zu tun habe“, sagt Julia und ist glücklich, diesen Weg anstelle des geplanten Sportstudiums nach dem Abitur gegangen zu sein. Einmal hat sie schon ein Kind gerettet, in einer Schwimmhalle. Dort ist sie fast noch lieber als draußen, kann Kurse geben, das ist genau ihr Ding. Schließlich spielt sie leidenschaftlich gern Volleyball und trainiert Leichtathletik-Kinder. Doch sie liebt auch „ihren“ See, besonders die Stunde morgens, so zwischen sieben und acht: „Da ist es hier einfach traumhaft!“

Julia Schrader im Interview:


Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht...?

...dann sollte man anfangen zu schwimmen.


Wann läuft Ihnen das Wasser im Munde zusammen?

Bei leckerem Essen. Besonders bei Fisch. Oh, das sage ich jetzt besser nicht, als Schwimmmeisterin... ;-)


Schwitzen Sie auch schon mal Blut und Wasser?

Mit Sicherheit!


Was halten Sie vom Sprung ins kalte Wasser?

Ob wirklich oder im übertragenen Sinne: man sollte es mit Bedacht tun. Ich bin immer dafür, dass man sich etwas traut, Mut hat. Das kann das ganze Leben verändern. Für mich war meine Ausbildung so etwas wie der Sprung ins kalte Wasser.


Schwimmen Sie auch mal gegen den Strom?

Mit Vorliebe. Sonst wäre das Leben doch langweilig!


Kennen Sie Menschen, die mit allen Wassern gewaschen sind?

Leider ja. Positiv ist doch, dass sie überhaupt gewaschen sind...


Würden Sie gern mal in Geld baden?

Wer möchte das nicht? Als einmaliges Erlebnis hätte ich das gern mal, so wie Dagobert Duck! Allerdings nicht für immer, ich möchte mir alles selbst erarbeiten, Auto, Häuschen... Aber ich kann ja im See baden.


Unter welchem Sternzeichen wurden Sie geboren?

Nein, ich bin kein Wassermann oder Fisch oder Krebs... Sondern Löwe. Allerdings einer, der gern ins Wasser geht.
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