Stepptanzen: Ohne Fußbruch

Von Axel Heyder

Bei Null musste Tanzlehrer Bernhard Prodoehl angefangen, als vier Prominente bei ihm das Steppen erlernen wollten. Bei Level Null fange auch ich an, als ich ihm 20 Minuten seiner Zeit abknöpfe. Ich will ein Gefühl dafür bekommen, was es heißt, steppend über das Parkett zu ziehen.

Um es vorweg zu nehmen, gänzlich ohne Knoten in den Beinen komme ich aus dem Tanzsaal mit dem dunklen Parkett am Gagarin-Ring. Ich habe mir weder den Fuß gebrochen, noch ein Gelenk verrenkt. Auch nichts verstaucht, selbst Atem besitze ich noch. Und: Steppen ist irgendwie toll! Selbst für so untalentierte Tänzer, wie ich einer bin. Wer Ballen und Ferse unterscheiden kann, ist schon nah dran am ersten Geklapper. Für den Anfang braucht es keine professionellen Steppschuhe. Am besten sollte man welche mit Ledersohle tragen. Dann macht das Steppen auch Geräusche, der Fuß gleitet besser über den Boden. Weniger geeignet sind da die Anti-Rutsch-Sohlen von Trekking-Schuhen. So etwas wie ein erstes Erfolgserlebnis stellt sich fix ein.
Ballen, Ferse rechts – Gewicht verlagern – Ballen, Ferse links – mehr erstmal nicht. Zum Schluss noch das jeweils gegenüberliegende Bein über Kreuz setzen. Nein, nicht gleichzeitig. Tamtam, schon sind die ersten Schritte gemacht. Und das Schwierigste? Ein paar englische Vokalbeln sind zu verdauen: Step, stamp, stomp..., toe, heel, ball – da muss der Lehrer mit Deutungen aushelfen. Noch besser aber, Bernhard Prodoehl zeigt, was sich dahinter verbirgt und es kommt schnell Licht ins Dunkel. Zugleich lerne ich mal alle Teile meines Fußes kennen; auch nicht verkehrt. Eine 25 Sekunden Schrittfolge – zugegeben mit Wiederholung – springen nach 20 Minuten Training heraus, da ist der erste Auftritt auf der Familienfeier nicht weit.
Aber wie war es mit den Promis? Gemeinsam auf Tour waren Michi Mittermeier, Sascha, Ray und Xavier Naidoo mit der Bühnenshow „Alive and Swingin‘ “, ein Tribute an das legendäre Rat Pack und die Swing-Ära.

„Zugegeben, vorher – und sogar noch nach der Schulung – war ich ganz schön aufgeregt. Schließlich sieht man die Jungs ständig im Fernsehen. Währenddessen aber nicht. Sie haben die Sache wie echte Profis angepackt, gingen sehr konzentriert an die Arbeit“, zeigt sich der Erfurter Tanzlehrer beeindruckt. Manko sei aber gewesen, dass der Terminkalender des Quartetts enorm voll sei und deswegen kaum mehr als vier Stunden fürs Training blieben. „Da hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht.“
Dennoch: Ein Erlebnis, das Bernhard Prodoehl wohl öfter mal aushalten könnte.
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