Süßes Atelier: Aus Zuckermasse entstehen dreidimensionale Figuren, Gegenstände oder Blumen

Mariethel Bruhn beherrscht ein in Deutschland sehr seltenes Handwerk – sie ist Zuckerkünstlerin in Erfurt.
Erfurt: Zuckerkunst | Fein säuberlich aufgereiht liegen Spachtel, Spatel und Pinsel in unterschiedlichen Größen auf dem Arbeitsplatz. Daneben stehen Farbtöpfchen in Rot, Orange, Blau oder Gold. Bunte Blumen, wie Rosen, Lilien oder grüne Blätter liegen in Schachteln, andere sind noch zum Trocknen auf Drähte aufgespießt. Alles wirkt sehr natürlich und ist dennoch nicht echt. Es besteht aus einer besonderen Zuckermasse. Sie ist für die Kunstwerke von Mariethel Bruhn die Arbeitsgrundlage. Aus der unscheinbaren, weißen Masse fertigt die Zuckerkünstlerin mit Hilfe von Lebensmittelfarbe ihre süßen Unikate, vor allem um Torten kunstvoll verzieren zu können. Das notwendige Wissen hat sie sich bei Ausbildungen in den Philippinen, Australien und den USA angeeignet.
„Jetzt im Winter arbeite ich vor allem kleine Dekorationselemte für Hochzeitstorten vor - denn geheiratet wird im Sommer. Dann können es schon einmal mehr als 10 Torten pro Woche sein“, sagt Mariethel Bruhn. Ihre größte Hochzeitstorte, die sie je gefertigt hat, war 2,20 Meter hoch.

Das Besondere der Zuckerkunst ist, dass alles essbar sein muss. „Damit sind mir natürlich bezüglich der Statik Grenzen gesetzt. Ich versuche was möglich ist zu verwirklichen. Der verrückteste und gleichzeitig komplizierteste Auftrag kam von den Freunden eines Junggesellen. Ich sollte eine 1,60-Meter große Frau für ihn zum 40. Geburtstag backen!“, erzählt sie.

Bei Geburtstagstorten versucht Mariethel Bruhn sehr individuell auf das Geburtstagskind einzugehen. So findet sich der Staubsauger-Vertreter selbst auf der Torte wieder oder der Fußballfan das Logo seiner Lieblingsmannschaft. „Großen Spaß macht mir die Gestaltung von Figuren und Gegenständen. Das ist eine große Herausforderung, die Papier-Vorlagen in 3D umzusetzen.“
Das ihre Kunst sehr schnell vergänglich ist, stört die Zuckerkünstlerin nicht. „Für mich ist es wichtig, anderen eine Freude zu bereiten.“
www.zuckerkunst.com
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