Umlagen treiben Strompreis in die Höhe

Die Grafik zeigt die Faktoren, aus denen sich die Strompreise zusammensetzen. Durch Senkung der Umlagen steigen diese zum 15.Oktober 201 um rund 9% Prozent. (Foto: Bildquelle: Quellen: ÜNB, BDEW-Berechnungen, * Durchschnitt Deutschland; Individuell in Abhängigkeit des Konzessionsgebiets (BDEW-Strompreisanalyse Oktober 2015))
Tausende Stromkunden erhielten in der vergangenen Woche wenig erfreuliche Nachrichten: Aufgrund der staatlich vorgegebenen Umlagen und Aufschläge steigen im Jahr 2016 die Stromkosten für Haushaltskunden gegenüber dem Vorjahr um rund 9% an. Davon verzeichnet allein die EEG-Umlage einen Anstieg um rund 3% auf 6,354 ct/kWh.

„Als Energieversorger sind wir gesetzlich verpflichtet, diese Erhöhung der staatlich veranlassten Bestandteile des Strompreises an unsere Kunden weiterzugeben“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Kaschek und fügt hinzu: „Für viele ist das sehr verwirrend, da wir für 2016 unsere Strompreise stabil halten.“ Diese bestehen jedoch aus drei Komponenten: Zum einen die Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb, Dienstleistungen und Service auf Seite des Lieferanten, in diesem Fall die Stadtwerke Gotha GmbH. Zum anderen beeinflussen die regulierten Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen den Strompreis. Letztere machen für Haushaltskunden allein 50% aus.

„Im vergangenen Jahr konnten wir an dieser Stelle positive Nachrichten vermelden – hier sank der Strompreis für eine vierköpfige Familie um rund 7,50 Euro im Jahr“, erinnert sich der Geschäftsführer. Nicht nur die Haushaltskunden leiden unter der unstetigen Energiepolitik der Bundesregierung: Den Stadtwerken als regionaler Energieversorger wird die zuverlässige Planung und Preisstabilität erschwert. „Gerade für private Haushalte ist Planungssicherheit doch ein ganz wichtiger Faktor“, weiß der Kaschek. Immerhin dürfen sich die rund 9.000 Stadtwerke-Gaskunden im Landkreis über einen stabilen Gaspreis im Jahr 2016 freuen – hier konnten die Stadtwerke durch Senkung des eigenen Preises die deutlich erhöhten Netzentgelte sowie die Erhöhung der staatlich festgelegten Umlagen kompensieren.
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