Umweltverschmutzung in der Werra und die Staatssicherheit

Wann? 05.04.2016 16:30 Uhr

Wo? BStU, Außenstelle Erfurt, Petersberg 19, 99084 Erfurt DE
Erfurt: BStU, Außenstelle Erfurt |

Lesung und Gespräch - Stasi-Akte spezial

Katastrophale Verschmutzung der Werra, verschwiegene Zahlenwerte der Salzbelastung, Fischsterben. Dieser Vortrag dokumentiert, wie sich die DDR-Staatssicherheit bei der Ursachenaufklärung des verseuchten Flusses verhielt. Zur Sprache kommen auch die Regierungsverhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten zur Vergiftung der Werra.

Außerdem werden andere Umweltdesaster aus dem Thüringer Bereich thematisiert. Unter anderem die Abwasser-Katastrophe am Hahnbach, die Luftverschmutzung durch das Kombinat Mikroelektronik Erfurt und die LPG in Nazza, die durch uferloses Gülle-Ablassen ein Ammoniak-Inferno auslöste. Die Stasi identifizierte einzelne Verursacher und setzte die Strafverfolgung in Gang.

Als Maßnahme nutzte sie zudem politische Zersetzungsmaßnahmen z.B. gegen kirchliche Ökogruppen in Eisenach und Erfurt. Eine Weimarer Schülerin verfasste aus Protest gegen die Umweltverschmutzung ein Gedicht und brachte dieses auf Handzetteln in Umlauf.
Anschließend Archivführung

Das Archiv der Außenstelle Erfurt umfasst rund 4.500 laufende Meter Akten, etwa 2,5 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotos, Filme und Dias. Beim Rundgang durch das Archiv können sich die Besucher vom Umfang dieses Bestandes überzeugen.

Blick auf die Aktenregale im Magazin des Archivs der Außenstelle ErfurtBlick auf die Aktenregale im Magazin des Archivs der Außenstelle Erfurt Quelle: BStU, Außenstelle Erfurt

Bei der kostenlosen Führung beantworten wir folgende Fragen:

Wie wird eine bestimmte Akte im Archiv gefunden?
Wie werden Inhalte von Akten erschlossen?
Welche Aktenarten gibt es?
Welche Rolle spielte die Kartei beim MfS?
Was steht in den Akten?
Was geschieht mit vorvernichtetem Material bzw. aufgefundenen Stapeln loser Blätter?

In unserem Informations- und Dokumentationszentrum kann außerdem die Ausstellung "Sicherungsbereich DDR" besichtigt werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit im Anschluss einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

Der Eintritt ist frei.
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