Wandervögel mit PS: Sarah und Timo Lorenz wandern mit Pony und Hund durch Thüringen

  Aufgeregt-quirlig wuselt Sturmi zwischen Herrchen und Frauchen umher. Die haben gerade die Rucksäcke gepackt. Der Mischlingsrüde weiß genau, was das bedeutet und kann sich vor lauter Freude nur schwer beruhigen. Gleich, gleich kann er seine neugierige Nase in den Wind halten, sich bewegen und Tausende neuer Düfte erschnüffeln – sie gehen wandern.

Der Vierte im Bunde wird sich gleich hinzugesellen, Egon. Er sorgt für PS-Unterstützung im Wander-Quartett. Die allerdings sollte man anstelle von „Pferdestärke“ wohl besser mit „Ponystärke“ erklären. Egon ist ein Mini-Shetlandpony, gerade mal 90 Zentimeter hoch und mindestens genauso bewegungsfreudig wie die anderen drei.

Wanderfamilie auf zwölf Beinen


Die ungewöhnliche Wander-Familie zieht nur im Viererpack los. Sarah Lorenz, die Marketingexpertin, und ihr Mann Timo, Anwalt, lieben es zu wandern. „Wir haben schon immer den Hund auf unsere Touren mitgenommen“, erzählt die 25-Jährige. Als Pony Egon im vergangenen Sommer zu ihnen kam, war schnell klar: Er kommt mit, schließlich braucht so ein Tier viel Bewegung. An mindestens einem Wochenende im Monat ziehen sie los, oft sind sie zwei, drei Tage unterwegs, auch an Feiertagen. Hauptsache, das Wetter spielt mit. Rings um ihr Zuhause in Möbisburg und Ingersleben, wo Egon untergebracht ist, haben sie längst alles erkundet. Das waren eher kürzere Touren. Inzwischen legen sie Strecken zwischen 20 und 25 Kilometern am Tag zurück. Nicht immer starten sie von zu Hause zu Fuß, sondern fahren an den Ausgangsort. Beim Wandern tragen Sarah und Timo Rucksäcke, Egon fungiert liebend gern als Pack-Pony, trägt so auch seinen Teil zum Gelingen bei.

Schon viele Thüringer Wege erkundet


Die Wahl-Thüringer, die eigentlich aus Bremen kommen und seit vier Jahren hier zu Hause sind, haben schon viele Wege wandernd gemeistert: Sie sind um die Talsperre Zeulenroda gelaufen, haben alles rings um die Drei Gleichen erkundet, sind bis Bad Berka und zurück gewandert, haben einen Teil des Schwarzatal-Panoramaweges absolviert. Manchmal, auf dem Weg zu einem Nachtquartier, sind sie auch mitten in einer Stadt zu sehen. Ob dort oder auf weiter Flur: Immer ziehen sie alle Blicke auf sich. „So haben wir schon viele spannende Leute entdeckt und tolle Orte kennengelernt“, schwärmt Sarah von unzähligen Begegnungen.

Pony Egon liebt Schaufenster


Obwohl es sie vor allem in die Natur zieht. Da hat Sturmi immer so viel zu sehen und zu schnuppern und Egon ganz viel Gras zu naschen. Stadt-Spaziergänge fallen nur nebenbei ab, wenn es nicht anders geht. Dort sind einfach zu viele Schaufenster, in denen sich Pony Egon zu gern spiegelt und sein Bild anwiehert, mächtig laut. Spätestens dann ist den vieren die Aufmerksamkeit aller sicher.

Bald geht es auf den Rennsteig


Mitte Mai werden sie wieder losziehen, mal sehen, wohin sie dann ihr Weg führt. Im Sommer wollen sie auf dem Rennsteig wandern. Dazu werden sie sich eine Woche Zeit nehmen. Sarah und Timo freuen sich auf die herrliche Natur, neue Erlebnisse und viele Begegnungen. Vielleicht, so überlegen sie, bringt das menschlich-tierische Quartett ja auch andere Wanderfreunde auf die Idee, einfach einmal mit ihren Tieren loszuziehen.

Immer auf dem neuesten Stand


Über ihre Erlebnisse auf ihren Wandertouren berichtet Sarah im Internet auf ihrem Blog: http://verwandert.de
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