Was bleibt vom Papst…

  Erfurt: Domplatz | Was bleibt vom Papst…

Ein Resümee von Mitgliedern des DRK Saalfeld / Sie waren mit der Schnellen Einsatzgruppe des Landkreises in Erfurt dabei

Von Andreas Abendroth

Der Papst hat Thüringen besucht. Wohl kaum ein anderer Besuch im Freistaat hat die Menschen und die Gesellschaft so beschäftigt, für Gesprächsstoff unterschiedlichster Art gesorgt.
Sind doch in der Person von Papst Benedikt XVI. gewissermaßen zwei Amtspersonen vereint. Aus kirchlicher Sicht ist er das Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche.
Unter der Bezeichnung Heiliger Stuhl vertritt der Papst den Staat der Vatikanstadt, dessen Staatsoberhaupt er ist.

Am Rande des Gottesdienstes auf dem Erfurter Domplatz traf ich auf Mitglieder des DRK Saalfeld, die zusammen mit Rettungskräften des DRK Rudolstadt und der Johanniter Unfallhilfe im Rahmen eines Auftrags der Schnellen Einsatzgruppe SEG des hiesigen Landkreises einen Behandlungsplatz hinter dem Dom einzurichten, um so die Versorgung von Patienten während der Veranstaltung abzusichern hatten.

Nach dem Papstbesuch fand ein zweites Treffen in der Redaktion des Allgemeinen Anzeigers statt. Hier wurden Erinnerung und Eindrücke geschildert.

„Es war unser erster großer Einsatz als SEG-Verband. Als Rettungsassistenten, Krankenschwestern und Pfleger sowie Helfer mit Sanitätsausbildung mussten wir eine funktionierende Einheit bilden“, wird berichtet.
Bereits die Fahrt nach Erfurt am Donnerstag, nach dem Erhalt des Marschbefehls durch das Landratsamt, als Konvoi von 15 Fahrzeugen mit Sonderwegerecht, kurz mit Blaulicht, ist vielen in Erinnerung geblieben.

„In Erfurt haben wir die Einsatzbereitschaft im Schichtbetrieb aufrechterhalten. Darüber hinaus haben wir die Zeit zur theoretischen Weiterbildung im Stationsbetrieb genutzt. Besonders interessant für uns war der Besuch des Weißenfelser Sanitätsregiment 32“, wird erzählt.
Die Bundeswehr hatte am Steigerwaldstation ein mobiles Feldlazarett mit 6 Intensivbehandlungsplätzen, 16 Schockbehandlungsplätzen, 30 Pflegebetten, 10 Ärzten und 70 Soldaten in verschiedenen Funktionen errichtet. Rund 100 Patienten können hier pro Stunde versorgt werden.

„Am Tag des Gottesdienstes waren wir alle ab 4.00 Uhr anwesend. Da unser Behandlungsplatz direkt an der Protokollstrecke des Papstes lag, waren der Zugangssonderausweis und der Personalausweis ein ständiger Begleiter, musste bei Kontrollen immer wieder vorgezeigt werden. Dafür haben wir den Papst aber auch aus unmittelbarer Nähe gesehen“, wird resümiert. „Wir waren alle irgendwie innerlich aufgewühlt. Obwohl viele von uns mit der Kirche nichts im Sinn haben“, wird angefügt.

Der Gottesdienst wurde per Videoübertragung und Beamer live zum Behandlungsplatz übertragen.
„So waren wir immer im Bilde, was auf der anderen Seite des Domberges passiert, hätten im Notfall gewusst, was auf uns zukommt, in welchem Rahmen schnelles Handeln notwendig ist“.

Abschließend sind doch alle glücklich darüber, dass die Veranstaltung friedlich verlief, es zu keinen Zwischenfällen kam, die den aktiven Einsatz der SEG notwendig gemacht hat.

Was bleibt vom Papstbesuch und dem Einsatz ist ein besonderes Erlebnis mit einer bleibenden Erinnerung.
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1 Kommentar
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Steffen Weiß aus Gera | 14.10.2011 | 17:37  
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