Wie ist das Leben als Animateurin, Frau Schulz?

Jesseka Schulz, Animateurin aus Jena, arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. (Foto: privat)
 
Jesseka Schulz: "Animation ist Saisonarbeit, aber für manche wird es die Arbeit fürs Leben. Man muss den Job lieben und leben, sonst funktioniert es nicht." (Foto: privat)
"Ich bin ein Wunscherfüller." Ja, dieser Vergleich passt, findet Jesseka Schulz. Als Animateurin bietet sie Urlaubern unter südlicher Sonne gut gelaunt den Service, den sie für die schönste Zeit des Jahres gebucht haben. Dafür wirbelt die Jenaerin sieben Monate im Jahr zwischen Palmen und Pool. Rund 15 Stunden täglich, sechs Tage die Woche.

Seit 2002 ist die 32-Jährige in Clubhotels der Marken TUI und 1-2-Fly im Einsatz. Sie war in der Türkei und der Dominikanischen Republik, auf den Kanaren und in Griechenland. Ihre zehnte Saison führt sie im April nach Rhodos und Kos. Nur wenige Animateure sind so lange dabei. Die Fluktuation ist hoch. "Rund 400 freie Stellen vergeben wir jährlich neu", erzählt Jesseka.

Der Job im Süden beginnt mit hartem Training. Tanzübungen, Aerobic-Kurse und Show-Proben nonstop. "Vieles muss man sich selbst erarbeiten", erklärt Jesseka. Neue Fitnesstrends erfordern ständige Weiterbildung. Und nicht jeder moderiert auf Anhieb locker auf der Bühne.

Ganz gleich, wie heiß die Sonne brennt: Ein Animateur verbreitet gute Laune, geht auf andere zu und bemüht sich, fremde Sprachen zu lernen. Jesseka spricht mittlerweile spanisch, französisch und türkisch. Englisch sowieso. Das wird bei der Einstellung vorausgesetzt. "Vor allem aber sollte ein Bewerber charakterlich überzeugen", erklärt die Jenaerin, die derzeit das TUI-Recruiting-Team bei der Einstellung neuer Animateure unterstützt. Reiseveranstalter suchen keine Witzbolde, sondern sympathische Multitalente mit Humor, Disziplin und Ausdauer. Junge Menschen, die absolut teamfähig sind. "Schließlich verbringen wir viele Monate sowohl die Arbeit, als auch die Freizeit gemeinsam."

Man muss sich im Kopf freimachen. Es ist nicht immer leicht, so weit weg von zu Hause zu sein. "Doch es lohnt. Jeder Tag beginnt mit Sonnenschein und Gästen, die gut drauf sind." Jesseka kann sich keine schönere Arbeit vorstellen. Als sogenannte Zielgruppenleiterin betreut sie inzwischen bis zu 100 Animateure in verschiedenen Clubanlagen. "Aber ab und zu stehe ich selbst noch am Pool oder auf der Bühne. Es macht einfach Spaß."
(von AA-Redakteurin Sibylle Reinhardt)

Vita Jesseka Schulz (32):
- Ausbildung zur Medizinisch- technischen Assistentin für Radiologie in Jena
- seit 2002 für die TUI Service AG im Ausland tätig zunächst als Kinderanimateurin, später als Fitnessanimateurin und Teamleiterin
- seit 2006 Zielgebietsleiterin auf Rhodos & Kos
- momentan deutschlandweit mit dem TUI-Recruiting-Team unterwegs, um neue Animateure einzustellen, Termine der JobDays von TUI in der Agentur für Arbeit in Suhl am 31. Januar und 28. Februar 2011 (vorab online bewerben http://www.tui-animation.de/

Hintergrund:
Animateur ist kein Ausbildungsberuf. Man wird unternehmensintern geschult. Die Einsätze erfolgen meist speziell für einen Reiseveranstalter in Clubhotels, Ferienresorts oder auf Schiffen.
Infos auf http://animateure.de/

Internetseiten: www.animateur-im-ausland. de (REWE-Touristik) - www.areyouthomascook. net (Thomas Cook) - www.diegutenjobs.de (FTI Touristik) - www.alltours.de/ueberuns/ jobs-karriere (alltours) - www.tui-animation.de (TUI und 1-2-Fly)
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