Wie ist das Leben als Drogist, Herr Blank?

Auch das lernt ein Drogist: Sebastian Blank schminkt eine Kundin. Foto: Gräser
Erfurt: DM | „Ich freue mich, wenn der Kunde unsere Filiale zufrieden verlässt. Das ist ein guter Tag für mich", sagt Drogist Sebastian Blank. Der 24-Jährige erlernte seinen Beruf im dm-Drogerie Markt in Weimar und ist mit viel Herzblut dabei. Selbst zum Fototermin in der Erfurter Filiale an der Bahnhofstraße gilt der Blickkontakt zuerst den Kunden und dann erst dem Objektiv. Immer wieder werden zwischendurch Kundenfragen freundlich beantwortet.

Sebastian Blank hat ein umfassendes Produktwissen. Das ist bei den 12.500 Artikeln besonders zu den Inhaltsangaben bei Kosmetika, Lebensmitteln und chemischen Produkten wichtig. Schützt es doch unter anderem die Kunden vor allergischen Reaktionen. „Ich weiß, was die Inhaltsstoffe bedeuten und bewirken, die hinten draufstehen." Der Drogist muss in der Lage sein, das „Fachchinesisch" dem Kunden zu übersetzen. „Ich gebe Tipps, was für oder gegen etwas geeignet ist - auch mit welchem Mittel der spezielle Fleck entfernt werden kann", sagt Blank. Der junge Drogist hat dafür extra einen Sachkundenachweis ablegen müssen.

„Im Umgang mit den Kunden entwickele ich Freude. Mir macht es Spaß, beraten und helfen zu können", betont Blank. Dabei schätzt er, dass das Unternehmen ihm als jungen Mitarbeiter eine große Verantwortung überträgt. „Das selbstständige Arbeiten ist für mich ein besonderer Reiz." Und bei dm ist es üblich, dass Mitarbeiter eigene Lösungswege suchen, um Aufgaben zu erledigen. Selbst wenn es ein Umweg wird, hat man daraus gelernt. „Lernen in der Arbeit" ist neben „Forum Schule" und dem Theater-Workshop „Abenteuer Kultur" eine Säule der Ausbildung bei dm.

Die Anforderungen an einen Drogisten sind vielfältig: Kundenberatung, Kasse, Inventur, Chef vertreten, Mitarbeiter einteilen, Warenbestellung und deren Annahme sowie Regale auffüllen stehen auf der Tagesordnung. Dazu zählen auch das Einpacken von Artikeln, Tipps zum Fotografieren geben und das beratende Schminken von Kundinnen. Und natürlich ist die Weiterbildung das A und O eines Drogisten. „Man ist stets auf dem Laufenden. Wird über neue Produkte, verbesserte Inhaltsstoffe und neue Erkenntnisse informiert." Das alles schätzt Sebastian Blank an seinem Beruf.


Wo?
Die Ausbildung erfolgt in den Drogerien. Die Theorie wird in den Berufsschulen, unter anderem am Staatlichen Berufsschulzentrum Gotha-West, vermittelt. Vorausgesetzt wird die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife (Abitur), ein guter Realschulabschluss oder ein sehr guter Hauptschulabschluss.

Was?
Schwerpunkte sind:
• Warenkunde
• Chemie
• Gesundheitslehre
• Wirtschaftslehre
• Fachrecht
• Kosmetik
• Rechnungswesen
• Umwelt
• Fotografie
• Kundenberatung
• Warenpräsentation
• Filialaktionen

Wie lange?
Die Berufsausbildung dauert drei Jahre.


VITA SEBASTIAN BLANK
• Start als Servicekraft
• 2005 Lehrbeginn bei dm
• Abschluss 2008 mit Notendurchschnitt 1,6 in der IHK-Prüfung
• ein Jahr in Nordhausen
• stellvertretender Filialleiter in Erfurt seit 1. August 2010
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