Wie ist das Leben als Fahrlehrerin, Frau Wöbber?

Bus, nein danke. Wer jetzt mit der Ausbildung beginnt, kann im Sommer sein Bike fahren.
Ilmenau: Fahrschule Marlis | „Nur durch die Gegend lasse ich mich nicht fahren. Denn Fahrlehrerin zu sein, ist ein sehr verantwortungsvoller Beruf", stellt Marlis Wöbber gleich klar. Die Ilmenauerin weiß, wovon sie spricht, denn mit ihren 16 Berufsjahren verfügt sie über viel Erfahrung in diesem Metier.

Ihre Berufswahl war eher Zufall. Durch die Mitarbeit im Büro einer Fahrschule fühlte sich die junge Frau nicht genug gefordert. Sie wollte mehr, schaffte alle Voraussetzungen und begann die Qualifikation zur Fahrlehrerin. Da es sich dabei um keinen reinen Lehrberuf handelt, muss die Ausbildung selbst bezahlt werden. Im Vorfeld sollte deshalb einiges bedacht werden. „Fahrlehrer ist kein typischer Frauenberuf. Die Arbeitszeiten sind nicht unbedingt familienfreundlich. Sie beginnen oft, wenn andere Feierabend haben, und können im Sommer bei Nachtfahrten schon einmal bis nach Mitternacht gehen."

Auch der theoretische Unterricht ist am Abend: Vorschriften, Verkehrszeichen, Vorfahrtsregeln und Technik am Fahrzeug müssen den Schülern vermittelt werden. Pädagogisches Geschick ist dabei gefragt, Standardprogramm Fehlanzeige. „Jeder Schüler muss sicher auf den Straßenverkehr vorbereitet werden. Denn im Ernstfall hat keiner eine zweite Chance." Der praktische Unterricht ist für Schüler und Lehrer immer wieder eine Herausforderung. Aufpassen in jeder Sekunde. „Wenn ich meine drei Pedale habe, fühle ich mich aber sicher", sagt die Fahrlehrerin. „Wichtig ist dabei, dass man gut mit Menschen umgehen kann und das nötige Fingerspitzengefühl besitzt." Angstthema Prüfung: Bei optimaler Vorbereitung kein Problem. Bevor der Fahrlehrer selbst Schüler ausbilden darf und als Beisitzer fungiert, muss er sich diesen selbst stellen. Dazu zählen Fachkunde- Prüfungen, Lehrprobe in einer Fahrschule und die fahrpraktische Prüfung.

Ständige Weiterbildungen sind erforderlich, um stets aktuell informiert zu sein. Auf das Frühjahr freut sich Marlis Wöbber besonders: „Ich kann meinen Arbeitsplatz wieder öfter auf das Motorrad verlegen. Ich begleite die Schüler auf meiner eigenen Maschine. So macht den Schülern das Lernen viel Spaß und ich kann damit Hobby und Beruf gut verbinden."


Wo?
Eine Ausbildung zum Fahrschullehrer ist in Thüringen an den Verkehrsinstituten Altenburg oder Zella-Mehlis, der Verkehrs- und Fahrlehrerausbildungsstätte Gera sowie der Erfurter Verkehrs- und Fahrlehrerfachschule in Kerpsleben möglich.

Voraussetzungen
• Mindestalter 22 Jahre
• abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur
• Führerscheine für Motorrad, Pkw, Lkw
• 3 Jahre Fahrpraxis auf einem Kfz der Klasse B

Was?
• Ausbildungsinhalte: Verkehrs- und Fahrverhalten, Recht, Technik, Umweltschutz, Verkehrspädagogik
• praktische Ausbildung

Wie lange?
Die Ausbildung dauert 10 Monate.

VITA MARLIS WÖBBER
• Führerschein Motorrad, Pkw und Lkw
• 1994 Ausbildung an der Verkehrsakademie Altenburg zur Fahrlehrerin
• seit Dezember 1997 eigene Fahrschule in Ilmenau
• Zusatzausbildung zur Fahrsicherheitstrainerin des ADAC für Auto und Motorrad
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