Wie ist das Leben als Floristin, Frau Nüchter?

Jenny Nüchter liebt es kreativ zu sein und fertigt täglich Kunstwerke aus Naturmaterialien.
Elxleben: Gartenmarkt Hartl | "Ich liebe weiße Lilien. Binde ich eine einzige Blume mit zwei Rosen und großen Blättern auf, wirkt es sehr edel", schwärmt Jenny Nüchter. Die gelernte Floristin fertigt täglich aus Blumen, Blättern und anderen Naturmaterialien viele dekorative Unikate an - vom Tischschmuck über Blumensträuße und Adventskränze bis hin zu Trauergestecken.

Die 29-Jährige erkannte bei einem Praktikum, dass sie als Floristin ihr handwerkliches Geschick, ihre Kreativität und ihren Blick für das Schöne gut miteinander kombinieren kann. Große Freude machte ihr die praktische Ausbildung. An ihre Pflanzschale mit Wüstenblumen, Kakteen und Steinen sowie ihren ersten Brautstrauß aus Rosen und Freesien erinnert sie sich gerne zurück. "Brautsträuße zu binden, ist eine Wissenschaft. Der Strauß muss nicht nur die Wünsche der Braut erfüllen, sondern auch optimal auf ihre Körperstatur und das Kleid abgestimmt sein."

Jeden Morgen ist die Floristin als erstes mit der Gießkanne im Gartenmarkt unterwegs, die Blumenpflege ist sehr wichtig. Sie muss genau auf die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen abgestimmt sein. Erst danach geht es an die Abarbeitung der Bestellungen. Momentan sind Adventskränze sehr gefragt. Bis zu 20 Stück können es pro Tag schon einmal sein. "Ich arbeite dabei gerne mit vielen Naturmaterialien, setze künstliche Deko-Elemente nur sehr sparsam ein. Die klassischen Weihnachtsfarben Rot und Gold sind bei unseren Kunden sehr gefragt."

Gearbeitet wird meist im Stehen. Mit Zange, Schere und Messer werden die Zweige und Blumen bearbeitet und ansprechend arrangiert. Das die Arbeit nicht nur filigran ist und auch keine Maniküre zulässt, stört die junge Frau nicht. Sie packt auch mit an, wenn schwere Blumenkübel gehoben, Unmengen an Drähten gebogen und große, schwere Sträuße gebunden werden müssen. "100 Rosen samt Grün umfasste der größte Strauß, den ich je angefertigt habe ", sagt Jenny Nüchter stolz.

Den direkten Kontakt mit den Kunden schätzt die junge Frau sehr an ihrem Beruf. Mit ihrem handwerklichen Geschick verwirklicht sie die Vorstellungen - immer dem Anlass angepasst. Die Beratung ist dabei sehr wichtig. "Der Dank der Kunden ist für mich der schönste Lohn."
(von AA-Redakteurin Ines Heyer)

Hintergrund zur Ausbildung


Wo?

In Thüringen erfolgt die Ausbildung zum Floristen in Gartenmärkten, Gärtnereien oder Blumengeschäften. Der theoretische Unterricht kann in den
Berufsschulen in Gera, Erfurt, Mühlhausen, Schmalkalden oder Suhl absolviert werden.

Was?
Gestaltung von Pflanzen und Blumenschmuck nach bestimmten Techniken und Themen, Pflanzungen, Pflanzenpflege, Sachkundenachweis Pflanzenschutz,
Umweltschutz, betriebswirtschaftliches Wissen, fachbezogene und kundenorientierte Beratung

Voraussetzungen
handwerkliches Geschick, Naturverbundenheit, Kreativität, Fingerfertigkeit,
gutes Stil und Farbempfinden

Wie lange?
Die Ausbildung zur Floristin dauert in der Regel drei Jahre.

Vita Jenny Nüchter
• 1998 bis 2001 Ausbildung zur Floristin, praktische Ausbildung im Gartenmarkt
Hartl Elxleben
• seit 2001 als Floristin im Gartenmarkt Hartl tätig
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