Wie ist das Leben als Physiotherapeut, Herr Becher?

Physiotherapeut René Becher leitet die Patienten bei der Krankengymnastik an.
Oberhof: Physiofit am Rennsteig | Als die Männer der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft 2004 ihren Staffel-Weltmeistertitel in der Oberhofer Rennsteigarena feiern, ist René Becher als betreuender Physiotherapeut hautnah dabei. „Der Druck auf die Sportler und Betreuer vor heimischem Publikum war enorm. Diesen Sieg habe ich persönlich als einen der schönsten in meinem Berufsleben empfunden."

Viele Jahre war der Thüringer mit den Wintersportlern unterwegs, bei jedem Training, Trainingslager und Wettkampf dabei. Erlebte so neun Weltmeisterschaften und drei Olympische Spiele. „Tagsüber stand ich aufmerksam an der Strecke. Bei Problemen wurde mit Tapes oder Salbenverbänden sofort eingegriffen. Am Abend kam dann die eigentliche Behandlung der Sportler hinzu", beschreibt René Becher seinen Arbeitsalltag. Für Freizeit und Privatleben blieb da wenig Zeit.

Nach den Olympischen Spielen in Vancouver zog sich der engagierte Physiotherapeut aus dem aktiven Leistungssport zurück, eröffnete in Oberhof eine eigene Praxis mit dem Schwerpunkt, Beschwerden des Bewegungsapparates zu behandeln. „Mit Massagen, manueller Therapie oder Krankengymnastik können wir die Symptome lindern. Eine dauerhafte Besserung ist oft nur zu erreichen, wenn der Patient zusätzlich selbst aktiv wird. Deshalb muss ein Physiotherapeut gut motivieren können." Der Umgang mit Menschen und ein gutes Einfühlungsvermögen sind dafür die Grundvoraussetzung. Für die tägliche Arbeit am Patienten ist ein breites Wissen über die verschiedenen Erkrankungen erforderlich. Das reicht von der Orthopädie und Chirurgie über die Neurologie bis hin zu Gynäkologie und Kinderheilkunde. Ständige Weiterbildungen müssen somit selbstverständlich sein.

Viele Beschwerden entstehen durch den Bewegungsmangel. „Ich versuche mit Kursen wie Bauch-Beine-Po, Step-Gymnastik, Rückenschule oder Rehasport nicht nur die Patienten zu zusätzlicher Bewegung zu motivieren", erläutert René Becher. Helfen macht Freude, Fortschritte motivieren. „Die Dankbarkeit ist die schönste Motivation für meine tägliche Arbeit als Physiotherapeut."


Wo?
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist an staatlichen oder privaten Berufsfachschulen in Gotha, Suhl, Erfurt oder Schmalkalden möglich.

Wie lange?
Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Voraussetzungen
• guter Realschulabschluss oder Abitur
• Interesse an medizinischen Sachverhalten
• guter Umgang mit Menschen

Ausbildungsinhalte
• medizinische Grundkenntnisse
• physiotherapeutische Untersuchungsmethoden
• krankengymnastische Behandlungsformen
• Therapiearten
• bewegungspädagogische und -psychologische Aspekte

VITA RENÉ BECHER
• 1994-97 Ausbildung zum Physiotherapeuten
• Zusatzausbildung als International anerkannter Manualtherapeut und
Sportphysiotherapeut des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
• 12 Jahre betreuender Physiotherapeut der deutschen Männer-Biathlon
Nationalmannschaft
• seit 2007 selbstständig mit Praxis in Oberhof
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