Worte zum Sonntag - 12. Februar: "Die Sucht nach mehr"

Geldgier? Habgier? Neugier? Sind das Fremdworte oder nicht? Wir Menschen sind oft gierig. Aus einem Wunsch mit gesundem Verlangen wird am Ende maßloses Begehren. Es darf doch gern etwas mehr sein und noch mehr und noch viel mehr. Begierig horten manche eigensüchtig Geld und Gut. Sinnliche Begierden nach gutem Essen, reichlichem Trinken und fremden Körpern werden schnell zur Sucht.

"Pharisäer" nennen wir gern jene Menschen, die ihre wirklichen Gedanken und ihr Handeln gut verbergen können. Nach außen ist scheinbar alles perfekt, drinnen sieht es ganz anders aus. Eigentlich waren die Pharisäer zu Jesu Zeiten fromme Menschen, die ihren Glauben ernst nahmen. Doch auch bei Gläubigen gibt es die Gefahr, dass Heilige zu Scheinheiligen werden.

"Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!" (Matthäus 23,24-26). Jesus kennt uns Menschen. Deshalb geht sein Blick tiefer als unser Blick in den Spiegel.

Jesus blickt durch und er erkennt hinter der Fassade unsere Fehler. Das gilt für die Menschen mit Glauben und die ohne Glauben. Er will allen helfen. Durch Vergebung geschieht Reinigung. So gibt es einen Neuanfang. Das ist eine gute Nachricht für jeden, der das Leben sucht.

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Uwe Zerbst aus Gotha | 13.02.2012 | 18:05  
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