Worte zum Sonntag - 19. Februar: "Masken als Versteck"

Am Aschermittwoch ist das närrische Treiben mit Prunksitzungen und Straßenumzügen vorbei. Die Zeit der Kostüme und Masken geht zu Ende.Um das Aschekreuz zu empfangen, muss jeder sein Gesicht zeigen. Warum lieben wir das Verhüllen und Verstecken? Ist das ein alter Reflex der menschlichen Natur? Die Bibel erzählt vom Paradies, vom Leben der Menschen im ungebrochenen Vertrauen zum Mitmenschen und zum Schöpfer. Ein Bruch kommt durch die Sünde.

Die Menschen erhoben sich über Gottes Gebot, sagt die Bibel: "Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes." (1.Mose 3,7-8).

Die Feigenblätter sollen nicht nur gewisse Körperstellen verdecken, sondern den schuldig gewordenen Menschen verbergen. Einer kann dem anderen nicht mehr offen in die Augen schauen. Deshalb tragen wir Masken. Wir schämen uns vor anderen und vor dem Blick in den Spiegel. Keinem soll die Freude am Kostümieren vermiest werden. Aber jedem darf deutlich werden: Das Kreuz steht für Umkehr, Vergebung und Neuanfang. Wo Schuld durchkreuzt wurde, wird der Blick frei für den Menschen neben uns und den Menschen in uns.

Gesegnete Zeit.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 21.02.2012 | 12:57  
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