Worte zum Sonntag - 4. Dezember: "Empfindlicher Kerzenschein"

Kerzen begleiten uns durch den Advent und Weihnachten. Für viele sind der zarte Schein und das warme Licht beruhigend. Ein Essen zu zweit beim Kerzenschein ist der Inbegriff von Romantik. Und doch genügt ein Hauch und die Freude ist vorbei. Licht aus.

Dichter haben unser Leben mit dem empfindlichen Licht der Kerzen verglichen. Mutig gegen das Dunkel leuchtend und zugleich ängstlich flackernd ist die weiche Flamme immer bedroht - wie unser Leben auch, das am Ende verlöscht wie der Kerzenschein.

So können die Kerzen in diesen Wochen an unser Leben erinnern. Selbstgemachte Sicherheiten können schnell in den Krisen der Zeit zerbrechen. Kummer kann die Seele zerfressen. Die Suizide sonst erfolgreicher Menschen lassen uns abgrundtiefe Sorgen ahnen - oder Angst und Verlassenheit. Dagegen steht die biblische Botschaft von der Menschwerdung Gottes. Von diesem Helfer und Retter heißt es: "Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus." Jesaja 42,3

Gott kommt zur Welt als das Kind in der Krippe. Von Anfang an ist dieses Leben bedroht und wird am Kreuz qualvoll enden. Es kennt Leid, Einsamkeit und Todesangst. Diesen Weg hat Gott gewählt, um uns ganz nahe zu sein. Denn er will uns Licht und Leben geben. Gerade wenn die Kerze flackert, will er da sein. Wirklich!

Gesegnete Zeit.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 07.12.2011 | 20:42  
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