Worte zum Sonntag: "Advent ist eine Zeit der Besinnung"

(Foto: Steffen Weiß)
Advent ist schon wie Weihnachten. Die Werbung erklärt uns: Mit dem Dezember beginnt die Weihnachtszeit. Allerorten Weihnachtsmärkte, -feiern, -stollen. Dabei ist noch gar nicht Weihnachten. Es ist Advent, die Zeit der Vorbereitung auf das Kommen des Christus als Weltenrichter. Das Kind aus dem Stall in Bethlehem erscheint am Ende der Zeit zum Gericht über die Welt.

Jesus kommt wieder. Mit Pauken und Trompeten wird Gott die Geschichte der Welt beenden. Das klingt im ersten Moment nicht so gut. Darum war in den ersten Jahrhunderten der Christenheit der Advent eine Zeit der Besinnung. Vier Wochen lang wurde gebetet und gefastet. Das Bewusstsein wurde geschärft: Gott ist der Herr der Schöpfung. Die Erde gehört Gott und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. Wer darf Gott begegnen? Psalm 24 gibt die Antwort: "Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug und nicht falsche Eide schwört: der wird den Segen vom HERRN empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles."

Im Advent schauen wir auf das Kind in der Krippe und zugleich auf den Richter im Himmel. Doch nicht Angst soll uns bedrücken, sondern eine tiefe Freude. Denn der kommende Richter heißt Jesus Christus. Er ist unser Retter. "Welt ging verloren, Christ ist geboren." Ein Weihnachtslied klingt mitten im Advent.

Gesegnete Zeit.
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