Worte zum Sonntag: Am Anfang war das „Mahlzeit!“

Wir kennen das: In der Kantine oder im Gasthaus kommt jemand vorbei, blickt auf unseren Tisch und grüßt freundlich: "Mahlzeit!" Ein Zeichen ausgesuchter Höflichkeit, denn oft ist nichts zu hören. Wir begegnen einander achtlos und grußlos.
"Mahlzeit!" Am Anfang stand wohl ein Gebet mit der Bitte: "Gott, segne uns die Mahlzeit!" Es waren die Gedanken an den Geber und die Erfahrungen häufigen Mangels. Selten war es selbstverständlich, dass die Teller randvoll waren. Schlechte Ernten, Katastrophen und Kriege führten zu Hungersnöten. So war es oft eine ernste Bitte ums tägliche Brot und die Bitte um Gottes Segen für das karge Essen. Je größer und voller die Teller wurden, umso kleiner und kürzer wurde das Gebet: "Segne uns die Mahlzeit!" Hier wurde Gott schon vergessen. Aus der Bitte wurde ein Wunsch für den Nachbarn: "Gesegnete Mahlzeit!" Und weil vielen der Segen Gottes so wichtig auch nicht ist, blieb schlicht: "Mahlzeit!"
Die Bibel ermuntert uns zum Dankgebet - gerade am Erntedankfest: "Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich. Danket dem Herrn aller Herren, denn seine Güte währet ewiglich. Der Speise gibt allem Fleisch, denn seine Güte währet ewiglich." (aus Psalm 136).
Ein Tischgebet kann den Dank an Gott auch mit der Aufmerksamkeit für die Mühe der Zubereitung verbinden: "Gott, segne diese Gaben und alle, die sie bereitet haben!"

Gesegnete Zeit.
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