Worte zum Sonntag: Ameisen

Im Küchenschrank oder im Bad sind sie uns lästig. Ameisen wollen wir da nicht haben. Dabei sind sie in Wald und Flur nützlich. Sprichwörtlich ist ihr Fleiß. Manche Arten ernähren sich von Aas, andere melken Blattläuse und andere sammeln Körner. Solche „Ernte-Ameisen“ sind in den Wüsten zu finden. Denen hat ein kluger Kopf zugeschaut und uns in der Bibel den Tipp hinterlassen:

„Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr! Wenn sie auch keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, so bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte. Wie lange liegst du, Fauler! Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?“ (Sprüche 6,6-9).

Nun, der Ameisenstaat hat durchaus eine Gliederung von Arbeitern und Soldaten, von Brutpflegerinnen und der Königin. Das Sprichwort will deutlich machen, die Ameisen arbeiten aus eigenem Antrieb auch ohne Antreiber. So sollen auch Menschen aktiv um ihr Leben besorgt sein. In alten Zeiten galt der „Müßiggang“ als schwere Sünde. Tagen oder nur Stunden ohne Beschäftigung schienen aller Laster Anfang zu sein. Heute gibt es eine bunte „Freizeit-Industrie“, die uns die Zeit füllen will. Nicht schlecht. Ärgerlich wird es, wenn wir uns die Zeit vertreiben lassen. Es ist unsere ein­malige Lebenszeit. Mancher merkt nach verplemperten Stunden vor der Mattscheibe: Besser – ich hätte etwas anderes gemacht!

Gesegnete Zeit.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 12.07.2012 | 17:57  
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