Worte zum Sonntag: "Buße bringt für jeden Nutzen"

Kommenden Mittwoch ist Buß- und Bettag. Wer lässt sich schon gern beim Fehlermachen ertappen. Es ist peinlich, wenn andere aufdecken, was besser verborgen bleiben sollte. Dann lässt sich Schuld nicht vertuschen und verschieben. Doch wohin damit?

Nicht nur die Bibel kennt den Weg der inneren Veränderung durch Scham und Buße. Die germanische Wurzel des Wortes beschreibt: "Gutes und Nutzen hervorbringen". So gesehen bedeutet Buße nicht buckeln, sondern aufstehen und gehen. Das Leben geht weiter. Das ist gut. Die Bibel kennt neben der persönlichen Umkehr auch die Buße eines ganzen Volkes. Die Einwohner der Stadt Ninive gingen in Sack und Asche, um ihre Reue zu zeigen. Landesweite Bußtage angesichts von Krieg und Hungersnot führten schließlich im 19. Jahrhundert zum festen Bußtag Mitte November. Bis heute hat das folgende Wort nicht an Bedeutung verloren: "Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben." (Sprüche 14,43).

Seit 1995 ist der Tag nicht mehr grundsätzlich arbeitsfrei. Der Staat hat den Feiertag abgeschafft, Buße und Umkehr kann er nicht aufheben. Vielmehr ist jeder Mensch gefragt, wel-chen Wert Schulderkenntnis und Umkehr haben. Diese Einsichten sind nicht an den Kalender gebunden, ein fester Bußtag will uns jedoch daran erinnern: Buße ist gut und bringt Nutzen - für jeden und das ganze Volk.

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Joachim Kerst aus Erfurt | 16.11.2014 | 09:42  
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