Worte zum Sonntag: Dank für das Lebensbrot

Gemeinsames Essen verbindet. Freunde und Familien sitzen gern zusammen am Tisch. Geburtstage, Hochzeitstage und Feier­tage sind häufig mit einem Festessen verbunden. Der Grillabend im Freien erinnert uns: Jahrtausende trafen sich Menschen am Feuer zum Schmausen.

Die Bibel schildert uns in vielen Geschichten, dass gemeinsames Essen Freude bringt und Frieden stiftet. Im Mittelpunkt kirchlichen Lebens steht auch ein gemeinsames Essen. Es heißt Abendmahl, Herrenmahl oder Gedächtnismahl, wenn Brot und Wein ausgeteilt werden. Freikirchen nennen das oft Brotbrechen.

Orthodoxe und vor allem katholische Gemeinden sprechen von der Eucharistie, der Danksagung. Dort wurde am Donnerstag „Fronleichnam“ gefeiert, ein Fest voller Dank für das Lebensbrot, das Jesus Christus selber ist. „Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.“ (Joh. 6,50).

Das Fest stammt aus dem Mittelalter, das Wort ebenfalls: Ein „Fron“ ist ein Herr. Der „Frondienst“ war die kostenlose Arbeit für den Grundherrn. „Leichnam“ ist eigentlich ein bedeckter Körper, sogar ein lebendiger Leib. Christus ist der Herr. Sein Leib wird im Brot sichtbar. Über Kirchengrenzen hinweg und über Kirchenmauern hinaus ist jeder Mensch zum Festessen mit Jesus eingeladen.

Gesegnete Zeit, Egmond Prill
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