Worte zum Sonntag: "Das Geheimnis der Weihnacht"

Alle Jahre wieder: Gott will uns die Kraft schenken, damit wir vergeben und uns versöhnen.
Wieder stehen die Feiertage vor der Tür. Heiligabend ist in Sicht. Der lange Anlauf der Vorweihnachtszeit kommt zum Ziel. Viele werden sagen: Gott sei Dank! Fernfahrer, Kassiererinnen und Hausfrauen sehnen sich nach Ruhe. Wir alle freuen uns auf behagliche Tage. Endlich beginnt Weihnachten. "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wie Menschen sind", heißt es in einem Lied. Und alle Jahre wieder gehen wir mit großen Hoffnungen in die Weihnachtszeit.
Für viele Menschen ist Weihnachten das schönste Fest des Jahres. Da verbinden sich romantische Erinnerungen mit der Erwartung von Heil und Frieden. Auch Leute, die nicht so bibelfest sind, schmücken Haus und Wohnung, stellen den Christbaum auf und bereiten Geschenke vor, gönnen sich Kerzenschein und einen Kirchenbesuch. Was ist das Geheimnis von Weihnachten? Wird da unser Sehnen nach Licht und Leben spürbar? Kommt gerade in den dunklen Wochen alle Jahre wieder der Wunsch nach einem Neuanfang? Wir beglücken uns gegenseitig mit Bergen von Geschenken. Wir tun alles, damit Weihnachten gelingt. Und selbst jene, die weit weg in die Sonne fliegen, gestalten sich ihre Weihnachtstage. Dann eben im Bikini am Strand, aber mit roter Zipfelmütze. Schließlich ist Weihnachten.
Was um alles in der Welt ist das Geheimnis von Weihnachten? Wir kennen oft aus Kindertagen die Mischung von Gänsebraten, Kerzenschein und Weihrauchduft. Wir wünschen uns und anderen "frohe Weihnachten" und hoffen auf glückliche Tage. Doch gerade das können wir uns selbst nicht wirklich schaffen. Glanz und Glitzer bilden eine schillernde Oberfläche, aber wir suchen mehr, genau in den Weihnachtstagen.
Der Denker Augustinus (gest. 430) bekennt im Gespräch mit Gott: "Du hast uns zu dir hin geschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir." Er hatte als junger Mann alle Lustbarkeiten und Verlockungen der antiken Welt getestet. Er sucht das Leben und fand Erlösung und Erfüllung im Glauben an Jesus Christus. Die alte und neue Botschaft der heiligen Nacht heißt: "Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk wider-fahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids." (Lukas 2,8-11).
In der kargen Hügellandschaft der judäischen Wüste begegnet der Himmel unserer Erde. Er bringt nicht mit einem Schlag die "heile Welt". Gott schenkt uns das Heil, dass wir heil werden im Glauben an ihn. Er will uns geben, was wir gerade in diesen Tagen suchen: Freundschaft und Frieden. Gott ist Mensch geworden, um uns Menschen nahe zu kommen. Er schaut nicht von fern auf unser Leben, sondern hat unser Leben auf sich genommen.
Dieses Geheimnis von Weihnachten wird sichtbar in einem Neugeborenen, das unter einfachen Umständen in schwieriger Zeit zur Welt gekommen ist. Das ist das Geheimnis von Weihnachten: Gott ist auf unserer Seite. Er kennt auch Leiden und Schmerzen, Anspannung und Angst, Verfolgung und Vertreibung. Aber noch mehr: Er kann helfen und heilen. Er will uns die Kraft schenken, damit wir vergeben und uns versöhnen. Alle Jahre wieder, eigentlich jeden Tag neu. Christus verspricht: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,20b).
Gesegnete Weihnachten!
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