Worte zum Sonntag: "Die Masken verdecken wie Feigenblätter"

Foto: BürgerReporter Uwe Heinemann
Aschermittwoch ist das närrische Treiben mit Umzügen und Prunksitzungen vorbei. Die Zeit der Kostüme und Masken endet. Um das traditionelle Aschekreuz zu empfangen, muss jeder sein Gesicht zeigen.

Warum lieben wir das Verhüllen und Verstecken? Ein Reflex menschlicher Natur? Die Bibel erzählt vom Paradies, vom Leben im ungebrochenen Vertrauen zum Mitmenschen und Schöpfer. Ein Bruch kommt durch die Sünde. Die Menschen erhoben sich über Gottes Gebot: "Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes." (1.Mose 3,7-8).

Die berühmten Feigenblätter sollen nicht nur gewisse Körperstellen verdecken, sondern den schuldig gewordenen Menschen verbergen. Einer kann dem anderen nicht mehr offen in die Augen schauen. Deshalb tragen wir oft Masken. Wir schämen uns vor anderen und vor dem Blick in den Spiegel.

Keinem soll die Freude am Kostümieren vermiest werden. Aber jedem darf neu deutlich werden: Das Kreuz steht für Umkehr, Vergebung und Neuanfang. Wo Schuld durchkreuzt wurde, wird der Blick frei für den Menschen neben uns und den Menschen in uns.

Gesegnete Zeit.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige