Worte zum Sonntag: "Die Menschen brauchen Mut zur Demut"

Worte verraten viel vom Zeitgeist. Wir hören und lesen heute viel in Englisch. Das ist die Welt der Computer. Die Weltsprache der Banken. Es geht um "Money". Andere Worte werden weniger gebraucht. Wo taucht das Wort "Demut" auf? Ein Wort aus dem Althochdeutschen im Sinne von "Diene-Mut". Wer aus Demut handelt, hat den Mut zum Dienen. Demnach ist Demut nicht Schwäche, sondern Stärke. Wer bereit ist, anderen Menschen zu dienen, erniedrigt sich nicht, sondern erhöht den Anderen.

Das ist ein Grundzug des Glaubens an Jesus Christus. Er selbst hat sich zu seinen Freunden niedergebeugt und den Sklavendienst der Fußwaschung übernommen. Jesus kniet vor uns, lädt zum Leben mit ihm ein. Er will uns nicht den Kopf waschen, sondern die Füße, die Hände, das Herz. Jesus hat "Diene-Mut".Die Gesinnung wünscht er sich auch von seinen Nachfolgern: "Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient." (Phil. 2,3-4).

In einer Zeit, wo es eher nach dem Motto "Mehr Schein als Sein" geht, brauchen wir neuen Mut zur Demut. Bescheidenheit, die den Nächsten achtet, kann die Welt verändern und uns reich machen. "Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben." (Sprüche 22,4).

Gesegnete Zeit.
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