Worte zum Sonntag: "Die Sterne am Himmel"

(Foto: Adolf Riess / pixelio.de)
Der orientalische Nachthimmel wölbt sich über der Wüste. Auf tiefschwarzem Grund funkeln die Sterne. Ein alter Mann steht und staunt. Er staunt nicht über Sterne da oben, sondern über die Welt hier unten. Ihm wurde ein Wunder angesagt: „Gott hieß ihn hinausgehen und sprach: Sie gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!“ (1. Mose 15,5).

Wir wissen nicht, ob der Alte geschmunzelt hat. Denn auch seine Frau war jenseits der Jahre, da Kinder kommen. Doch: „Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.“

Wie Millionen Lichtpunkte am Nachthimmel sollen Abrams Nachkommen werden. Unglaublich, doch Abram glaubt es diesem Gott. Er verlässt sich auf die Zusage. Als sein Sohn Isaak auf die Welt kommt, ist Abram hundert Jahre alt. Er erhält einen neuen Namen: Abraham – „Vater vieler Völker“.

Viele Völker im Orient, voran das jüdische Volk, zählen Abraham zum Stammvater. Der alte Mann unterm Sternenzelt hat reichlich Nachkommen erhalten, die sein Blut haben. Noch mehr: Er hat Millionen Verwandte in allen Völkern, die seinen Glauben haben und zahlreich wie Sterne sind. Nämlich: „Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war.“ (Römer 4,18). Abraham ist auch für Christen der Vater des Glaubens, ein Mensch mit Fehlern, aber mit Vertrauen auf Gottes Wort.

Gesegnete Zeit.
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