Worte zum Sonntag: "Eine ungeahnte Lebensfülle"

(Foto: Ulrich Kuhn/www.pixelio.de)
Todesurteil, Hinrichtung, Stein vors Grab und fertig! Ein Aufrührer weniger, die staatliche Ordnung gesichert, Ende! Die "Akte Jesus" geschlossen. Allerdings nur übers Wochenende, dann machte Gott das Grab auf. Ein neues Kapitel der Weltgeschichte wurde eröffnet: Gott hat Jesus auferweckt. Das war schon damals eine Zumutung, selbst für die Freunde des Toten. Angesichts des leeren Grabes machte sich Angst breit.

"Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat." (Matthäus 28,5-6).  

Ostern ist das Fest des Lebens, einer ungeahnten Lebensfülle. Dem Tod wurde die Macht genommen, denn das letzte Wort heißt Leben.  

Das ist ein neues Leben mit Ewigkeitswert. Das ist keine Vertröstung auf den Himmel, sondern die Vernichtung des Todes. Wo sich das Feuer ausgetobt hat, ist der Brand durch. Wo der Brand durch ist, keimt neues Leben, wird es grün werden. So feiern wir Ostern mit frischen Zweigen und einer Schale Ostergras. Dabei ist der Frühling nur ein unvollkommenes Bild für das, was am Oster­morgen geschah.  

Jesus ist der Erste einer neuen Schöpfung, einer Welt jenseits des Todes. Im Glauben an ihn können wir in diese neue Welt himm­lischer Lebensfülle ein­treten. Herzlich willkommen!

Gesegnete Ostern.
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