Worte zum Sonntag: "Friede beginnt im Herzen"

Im November vor hundert Jahren war die Welt noch in Ordnung. Der Herbst 1913 gehörte noch zu jener "Belle Époque", zur "Schönen Zeit" im alten Europa, die im Sommer 1914 jäh endete. Nach dem Weltkrieg entstand 1919 in Deutschland in Erinnerung an die Gefallenen die Idee für den "Volkstrauertag".
Ich habe jenen hohen Grabstein in einem Dorf in den rumänischen Karpaten vor Augen: "17 deutsche Helden für ihr Vaterland". Ein Grab deutscher Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Inzwischen tobte ein zweiter Weltkrieg; nochmals Tote, Trauer, Tränen. Das Grab war nicht verwüstet. Es stand grasbewachsen auf dem Friedhof. "Über den Tod hinaus können wir nicht hassen", gab mir eine Frau zur Erklärung. Ich war überrascht.
Versöhnung wächst, wo der Hass aufhört. Jesus geht noch weiter: "Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei." (Matthäus 5,39-41).
Ein aktuelles Buch zum ersten Weltkrieg heißt "Die Schlafwandler". Es schildert, dass Europa diesen Krieg nicht wirklich gewollt, aber doch geführt hat. Das Räderwerk von Hochmut und Hass führte in den Abgrund. Wachen wir auf! Friede beginnt in unseren Herzen und vor der Haustür.

Gesegnete Zeit.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 15.11.2013 | 13:38  
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