Worte zum Sonntag: "Gerüchte werden immer gewürzt"

(Foto: Stefan Bayer/pixelio.de)
Moderne Technik macht es möglich, dass Millionen gleichzeitig Berichte, Bilder und auch Blödsinn erhalten. In vielen Netzwerken brodelt die Gerüchteküche. Und ungeprüft wird manche Suppe weitergereicht. Dabei werden Gerüchte- Suppen immer heißer. Neue Zutaten und Schärfe kommen hinzu. Die meisten Gerüchte sind negativ, verbreiten Angst und Schrecken. Jeder Erzähler würzt die Nachricht.

Früher war es so: Fiel im Oberdorf einer vom Fahrrad, schüttelte sich, stieg auf und fuhr weiter. Dann war er nach Gerüchten im Unterdorf schon im Krankenhaus und danach laut Getuschel im Nachbardorf schon begraben. Gerüchte und üble Nachrede gibt es seit Urzeiten. In der Bibel heißt es: "Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung. Wahrhaftiger Mund besteht immerdar; aber die falsche Zunge besteht nicht lange." (Sprüche 12,18+19).

Mit Worten kann viel Unheil anrichtet werden. Gerüchte können Einzelne und ganze Gruppen ausgrenzen. Lügen können Leben zerstören. Deshalb Vorsicht! Ging unsere Rede durch die drei Siebe der Weisen? Ist es wahr, was ich weitererzählen will? Oder kommt die Geschichte als Gerücht? Wenn es nicht wahr ist, dann ist die Botschaft wenigstes gut und hilft? Wenn nicht, dann ist das Weitersagen wenigstens wichtig und notwendig? Wenn nicht, ist unser Schweigen Gold wert.

Gesegnete Zeit.
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Petra Wolf aus Gotha | 10.02.2016 | 10:52  
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