Worte zum Sonntag: "Kirchenglocken klingen weit über das Land"

Der Kirchturm der römisch-katholischen Lorenzkirche in Erfurt. Gebaut wurde sie vor mehr als 700 Jahren. Eine Glocke der Kirche stammt aus dem Jahr 1445. Foto: Steinfeld
Es ist Sonntagmorgen. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Blau spannt sich der Sommerhimmel über die Landschaft. Tau an Blüten und Blättern kommt von der Kühle der Nacht. Die Lerchen stimmen ein Loblied an. Aus der Ferne tönen Kirchenglocken. Sie klingen weit über das Land. Sie sagen uns, was die Stunde geschlagen hat. Sie begleiten Menschen an den Festtagen und Wendepunkten des Lebens. Sie klingen bei Taufen, Hochzeiten und zur Beerdigung. Selbst nicht so gläubige Menschen wünschen auf ihrem letzten Weg das Glockengeläut.

Vielen ist der heimatliche Glockenklang vertraut. Manche Glocken sind berühmt wie die "Gloriosa" vom Erfurter Dom, die mit über elf Tonnen als größte frei schwingende Glocke des Mittelalters gilt. Wie aus einer anderen Welt klingen sie in unsere Zeit und verkünden Jesu Tod und Auferstehung.

Noch immer werden Kirchenglocken nach alter Tradition unter Gebet und Segen am Freitagnachmittag gegossen, zur Stunde als Jesus am Kreuz starb. Er hat uns sein Wort hinterlassen: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben." (Joh 11,2526). Er verspricht uns Leben über den Tod hinaus, das schon mitten in dieser Welt beginnt. Jeder Glockenschlag erinnert uns an die verrinnende Zeit und lädt zugleich zum Glauben ein.

Gesegnete Zeit.
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