Worte zum Sonntag: "Nächtliche Begegnungen"

Dem orientalischen Nachthimmel wird ein besonderer Reiz nachgesagt. Wer bei einer Reise in den Nahen Osten oder einer Kreuzfahrt in den Süden die Sternenpracht gesehen hat, wird dies nicht so schnell vergessen. Nach der Last und Hitze des Tages ist die Nacht im Orient nicht allein zum Schlafen da. Es wird gegessen, gefeiert und viel erzählt. Die "Märchen aus 1001 Nacht" stammen aus solchen Stunden, auch tiefgründige Schriften der Philosophen und Astronomen.

Nikodemus, ein vornehmer Ratsherr aus Jerusalem, sucht ebenfalls den Gedankenaustausch: "Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm." (Johannes 3,2).

Es sind Fragen nach dem Sinn und Ziel des Lebens, Fragen nach dem Leben und nach Gott, Fragen nach der Ewigkeit. Das Johannes- Evangelium widmet dieser nächtlichen Begegnung ein halbes Kapitel. Dort wird erklärt, dass Jesus Christus unser Retter ist und wir mitten in unserem Dasein durch den Glauben ein neues Leben anfangen können. Manche meinen, Nikodemus kam in der Nacht, weil er nicht gesehen werden wollte. Ich denke, er kam in der Nacht, weil er in Ruhe mit Jesus reden wollte. Die Begegnung mit Jesus hat ihn verändert. In dessen letzter Stunde steht Nikodemus nahe am Kreuz.

Gesegnete Zeit.
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