Worte zum Sonntag: "PS/5015: Direkte Durchwahl nach oben"

(Foto: Bredehorn, J./pixelio.de)
Jeder Sonntag hat einen Namen, meist Lateinisch. So auch dieser: Reminiscere - Gedenke! Es ist die Bitte eines Menschen in Not, geradezu ein Hilfeschrei. Gott soll gedenken, dass da einer ist, dem das Wasser bis zum Hals steht. "Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit, HERR, um deiner Güte willen." (Psalm 25,6+7).

Der Psalmdichter schreibt von Feinden, die ihn umzingeln, ihn zu Unrecht hassen, ihn umbringen wollen. König David hat beides durchmachen müssen: Verfolgung durch feindliche Soldaten von außen. Und innere Qualen durch eigene Schuld. Sünde schlägt auf den Magen. Und schlimmer: Sie frisst uns auf. Darum schreit David zu Gott und bittet um Verschonung und Vergebung. Er beruft sich auf Gottes Güte und Barmherzigkeit. Er ist kein Glaubensheld, aber er glaubt an Gottes Wort und dessen Zusage: "Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du wirst mich preisen." (Psalm 50,15). Das ist die direkte Durchwahl nach oben - PS/5015. Es geht auch übers Amt, übers Pfarramt oder das Gebet mit einem Menschen des Vertrauens. Die Passionswochen erinnern daran, nicht eigene Leistung bringt uns in den Himmel, sondern Jesus brachte den Himmel auf die Erde.

Gesegnete Zeit. Egmond Prill Theologe & Journalist
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Petra Wolf aus Gotha | 19.02.2016 | 09:22  
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