Worte zum Sonntag: "Schaffe Recht dem Elenden"

Ein roter Faden zieht sich durch die Bibel: das Recht für Arme und Ausgegrenzte. Es ist keine Erfindung unserer Tage, dass Menschen für andere Verantwortung tragen. Nicht nach dem Motto: "jeder ist sich selbst der Nächste", sondern "liebe den Nächsten wie dich selbst". Das ist die Botschaft der Bibel.

Das ist der Auftrag Gottes an seine Leute, eigentlich eine Anregung für alle Menschen: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind. Tu deinen Mund auf und richte in Gerechtigkeit und schaffe Recht dem Elenden und Armen." (Sprüche 31,8-9).

Die Kirche hat das nicht immer mutig genug getan. Andererseits haben Gläubige genau das mutig gefordert und sich für andere eingesetzt. Liebevoll wurden Bedürftige versorgt und Behinderte geachtet.

Bereits in der ersten christlichen Gemeinde gab es eine Unterstützung für Witwen und Waisen. Armenspeisung, medizinische Versorgung und der Einsatz gegen Abtreibung sind christliche Initiativen gewesen - in einer Zeit, da Kinder ausgesetzt und Notleidende abgeschoben wurden. Was wir heute als Caritas und Diakonie innerhalb der Kirchen haben, was als Sozialstaat aufgebaut worden ist, stammt aus dem Gedanken der Nächstenliebe. Trotz aller Einrichtungen und Behörden bleibt das Wort aus den Sprüchen aktuell: Schaffe Recht! Wir sind gefragt und gefordert.

Gesegnete Zeit.
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Joachim Kerst aus Erfurt | 13.07.2014 | 17:30  
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