Worte zum Sonntag: "Sehnsucht nach mehr"

Mit diesem Sonntag klingt das Kirchenjahr aus. Manche Kalender vermerken ihn als Totensonntag. Andere nennen ihn Ewigkeitssonntag. Mit dem Blick auf das Leben und die Bibel ist beides zutreffend. In unseren Breiten mit dem auffälligen Wechsel der Jahreszeiten steht dieser Sonntag an der Schwelle vom Herbst zum Winter.
Die letzten Blätter fallen. Nebel und Nässe überziehen das Land und die Seele. Es ist frostig. Todesahnung. Selbst wenn die Sonne lacht und letzte Blumen blühen, der Tag drückt auf unsere Stimmung. Die kürzer werdenden Tage erinnern uns an das Ende - auch das eigene. Darum haben wir jetzt schon Weihnachtsglanz in den Kaufhäusern und Lichterketten auf den Straßen. Wir sehnen uns nach Wärme, Licht und Geborgenheit. Angesichts von Sterben und Endlichkeit gibt es eine Sehnsucht nach mehr. Dabei geht es nicht um zusätzliche Lebensjahre, sondern um das Ankommen an einem Lebensziel. Mein Leben liegt in Gottes Hand. Ich bin nicht wie das Blatt im Wind, das ziellos zur Erde fällt und vergeht.
Mein Leben mit allen Brüchen und Halbheiten, mit Schuld und Sünde ist wertvoll in Gottes Augen. Darum geht er mich suchen. Darum will ich mich finden lassen. Darum will ich in seiner Hand bleiben. Bei ihm bin ich aufgehoben - für Zeit und Ewigkeit. Jesus sagt: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben." (Johannes 6,47).

Gesegnete Zeit.
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