Worte zum Sonntag "Streit ums Erbe"

(Foto: Alexandra H. / pixelio.de)
"Wenn es ums Geld geht, hört die Freundschaft auf." Hinter dieser Erkenntnis stehen leidvolle Erfahrungen: Gute Beziehungen und Kontakte zerbrechen im Streit um den Besitz. Schnell stehen Geschwister vor Gericht. Rasch zerstreiten sich Kinder und Eltern, wenn es um das Erbe geht. Scheidungen, Mehrfachbeziehungen und Kinder außerhalb der Ehe machen das geordnete Vererben nicht leichter. Wenn es ums Erbe geht, hört die Familie auf. Das können viele bestätigen und das ist nicht neu.

"Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile. Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschlichter über euch gesetzt? Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat." (Lukas 12,13-15).

Gerichte stehen oft hilflos da und haben Mühe, in Erbkonflikten gerecht zu urteilen. So will Jesus gar nicht die Rolle des Richters übernehmen. Er lenkt den Blick der Betroffenen auf Wertvolleres als das Geld. Unser Leben ist nicht mit Geld zu bezahlen. Wer nur auf Reichtum setzt, ist am Ende arm dran - nicht nur in Finanzkrisen. Unser Leben ist zu kurz und zu wichtig, um es im Erbstreit zu opfern. Menschliches Miteinander ist mehr als ein Sparbuch, eine Wiese oder ein Häuschen. Sehen wir zuerst auf das Leben und dann auf die Dinge.

Gesegnete Zeit.
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