„Batnight 2015“ - Fledermausnacht in Thüringen

Mausohren-Fledermäuse (Foto: K. –H. Bickmeier)

Ab dem 14. August organisiert der NABU in Thüringen mehrere Veranstaltungen zur internationalen Fledermausnacht, der sogenannten „Batnight“. Durch die Aktion soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden.

„Les Belles de nuit“, die „Schönen der Nacht“, werden sie in Fachkreisen liebevoll genannt. Gemeint sind Fledermäuse. Die, die mit ihren Ohren sehen, mit ihren Händen fliegen und mit bis zu 880 Herzschlägen pro Minute durch die Dunkelheit rauschen. Wer mehr über die bedrohten Nachtlebewesen erfahren will, sollte die Internationale Fledermausnacht am 29. und 30. August nutzen und an einer der vielen Exkursionen und Feste des NABU teilnehmen. Viele Veranstaltungen finden auch schon im Vorfeld der „Batnight“ statt.

So zum Beispiel die Fledermausnacht des Ilm-Kreises, am Freitag den 14.08.2015. Alljährlich versammeln sich mehr als tausend Weibchen des Großen Mausohrs im Turm der Dosdorfer Kirche und nutzen diesen als Wochenstube zur Aufzucht der Jungen. Um dieses interessante Ereignis anderen Menschen näher zu bringen, laden der NABU Ilm-Kreis, die Interessengemeinschaft Fledermausschutz und –forschung, die Untere Naturschutzbehörde des Ilm-Kreises und die evangelische Kirchgemeinde Dosdorf zur Fledermausnacht ein. An diesem Abend wird die St. Otmar-Kirche in Dosdorf bei Arnstadt ab 19 Uhr zum Mekka der Fledermausfreunde aus nah und fern. Mit Infrarot-Videokameras und Ultraschalldetektoren werden den Gästen Einblicke in das Familienleben der Fledermäuse, unserer einzigen flugfähigen Säugetiere, gewährt. Die Besucher erwartet außerdem die Diaschau "Tiere der Nacht" von Dr. Christoph Robiller und für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Wer Lust auf eine spannende Fledermauswanderung hat, schließt sich am 22.08.2015 dem NABU Zeulenroda an. Mit dem Fledermausdetektor geht es ab 17 Uhr bei Zeulenroda-Triebes auf Entdeckungsreise zu fliegenden Kobolden der Nacht. Wie leben Fledermäuse eigentlich? Was fressen sie und warum brauchen sie unseren Schutz? Diese und andere Fragen werden auf der etwa 3 Stündigen Wanderung beantwortet. Es wird ein Unkostenbeitrag von 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder erhoben. Kinder der Naturschutzjugend können kostenlos teilnehmen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt, deshalb ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0170 - 8040789 dringend erforderlich.

Zum Fledermausabend lädt der NABU Erfurt am 29.08.2015 ins Naturschutzzimmer Mittelhausen ein. Eltern begeben sich mit ihren Kinder ab 19 Uhr auf Batmans Spuren. Im Naturschutzzimmer kann eine Ausstellung mit Infotafeln der Stiftung Fledermaus bestaunt werden und es besteht die Möglichkeit einen Fledermauskasten zu bauen. Mit dem Ultraschalldetektor startet ab 20:30 Uhr eine Exkursion zum Aufspüren von Fledermäusen. Treffpunkt ist das NABU-Naturschutzzimmer im Freizeittreff, Kleine Gasse 6, 99095 Mittelhausen (ehemalige Schule neben der Kirche)
Hauptursache für die Gefährdung der 25 heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen. Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und Dächern verloren gehen, sollten durch künstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle ersetzt werden. So schreibt es auch das Bundesnaturschutzgesetz vor.

Veranstaltet wird die bereits zum 19. Mal stattfindende „International Batnight“ von EUROBATS, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. In der Bundesrepublik organisiert der NABU die Batnight. Durch die Aktion soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden.

Die Internationale Batnight findet mittlerweile in 36 Ländern und in über 40 Sprachen weltweit statt.

Hintergrund: Hauptursache für die Gefährdung der 25 heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen. Laut Roter Liste Thüringens sind von den nachgewiesenen 21 Fledermausarten die Bechsteinfledermaus und das Graue Langohr vom Aussterben bedroht. Acht Arten gelten hierzulande als stark gefährdet und fünf als gefährdet.

Weitere Infos finden Sie unter www.NABU-Thueringen.de oder oder https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-un...
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige