Die Thüringer waren`s

Detail der Hotelanlage. Im Hintergrund der "Hausberg" Monte Tuttovista
 
Eingangsportal des Hotels mit maurischen Zügen.
Zugegeben, es waren nicht nur Thüringer die am 3. Oktober 2012 am Dresdner Flughafen die Maschine in Richtung Sardinien betraten. Auch Sachsen und Berliner/Brandenburger waren mit von der Partie.
Nach weicher Landung am frühen Nachmittag im sardischen Olbia „schlugen“ uns erst einmal ganz locker so an die 28° C Lufttemperatur entgegen. Im Bustransfer ging es dann, vorbei an traumhaft schönen Landschaften ins Hotel an den Bestimmungsort Orosei, direkt an der Mittelmeerküste.
Wir trauten unseren Augen nicht, die Hotelanlage entsprach unseren Vorstellungen von „1000 und einer Nacht“. Man konnte sich nicht satt sehen an dieser architektonischen und gartengestaltnerischen Schönheit. Es stimmte einfach alles.

Fast alle Reisegruppenmitglieder entschieden sich vor Ort für eine Kombination aus Strand, Baden und Ausflügen mit dem Bus durch dieses zauberhafte Land. Zum Baden gibt es ja nicht viel zu sagen. Man liegt bei knapp 28° C am Strand oder am Pool, geht schwimmen, ließt endlich mal wieder ein Buch, lässt sich von „mobilen“ asiatischen jungen Frauen am Strand massieren(das habe ich auch noch nie gesehen), oder spaziert ein wenig die Küste entlang. Wassertemperatur 22° C; das hat was.

Die Ausflüge waren das besondere Salz in der Suppe. In gut klimatisierten Reisebussen, mit exzellent ausgebildeten Reiseführern in bestem Deutsch erkundeten wir den nördlichen Teil der Insel Sardinien. Das Wechselspiel von Ozean, Berg- und Felslandschaften sowie kilometerweises sattes Grün war faszinierend. Dazwischen immer wieder die großen Schafherden sowie vereinzelt Rinder, Schweine und Pferde. Auf die fast 1,7 Millionen Sarden kommen mehr als drei Millionen Schafe!
Der Tourismus und die Landwirtschaft steuern den Großteil des sardischen Bruttoinlandsproduktes bei. Industrie war kaum zu sehen. Wenn doch, dann war es vor allem der Abbau und die Verarbeitung von Marmor, die Korkgewinnung (Landwirtschaft) und Korkaufbereitung und natürlich die Lebensmittelverarbeitung (Schinken, Wurst, Käse) sowie der Anbau und die Verarbeitung des äußerst schmackhaften Weins.

Außer in den wenigen größeren Städten, bis maximal 50.000 Einwohnern, gibt es keine Hochhäuser. Die sardische Gesetzgebung achtet stark auf den traditionellen Wohnungs- bzw. Hausbau und es gibt sehr starke Restriktionen was den Erwerb von Land durch Ausländer betrifft. Die Auflagen, beispielsweise für den Bau von Hotelanlagen, sind äußerst streng, bewahrt aber „Gott-sei-Dank“ den einzigartigen Charakter der Insel.

Im Gegensatz zum italienischen Festland, sind die Strände rundherum um die Küste allen Menschen ohne Gebühr zugänglich. Nur die vor den Hotels eingerichteten Strände mit Sonnenschirm und Liegen sind den Hotelgästen vorbehalten; der Strand selbst nicht.

Meine Partnerin und mich haben die „MURALES von ORGOSOLO“ unwahrscheinlich beeindruckt. Ein größeres Dorf in dem fast jedes Haus eine Geschichte in Form eines großflächigen Bildes, meist mit ein wenig Text, erzählt. Orgosolo ist also ein Museumsdorf. Die drei herausragenden Meister waren und sind Diego Rivera, Jose Clemente Orozco und Alfaro David Siqueiros. Sie schufen eine kollektive Kunst, die allen Gesellschaftsschichten zugänglich war und ist. Die vorherrschenden Themen der Murales sind die Werte der Freiheit und der sozialen Gerechtigkeit. Für Deutschland könnte ich mir das auch vorstellen. Vor allem das Thema soziale Gerechtigkeit.

Fazit: Befindet man sich im Norden Sardiniens als Tourist, sollte Orgosolo auf dem
Tourenplan stehen.

Abends an der Bar haben wir Touristen aus den oben genannten Neuen Bundesländer (so neu sind wir doch eigentlich gar nicht mehr) die Touren ausgewertet. Bei einem Glas Mirto (Nationalgetränk) plauderte es sich interessant im gemütlichen Ambiente; Bekanntschaften und Freundschaften wurden geschlossen. Letzteres ist für mich auch immer ein angenehmer Teil einer solchen Reise.

Summa summarum: Diese Reise war vom Beginn bis zum Abschluss etwas ganz Großes. Nur zu kurz war sie, aber das haben wir ganz allein zu verantworten.
Das nächste Mal, und das wird es garantiert geben, bleiben wir länger.



Ihr BürgerReporter


Jörg Hoffmann
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