21 Jahre Friedensdemo auf dem Anger

21 Jahre Einsatz für Friedens- und Sozialarbeit
2011 ist das Ehrenamtsjahr und das ist Anlass, auf unsere beständige, ehrenamtliche Friedensarbeit hinzuweisen. Vierzehn Jahre lang hat Ute Hinkeldein die Donnerstagsdemos organisiert von 1990 bis zum 04.08.2004. Es begann noch in der Regie des Neuen Forums, einer spannenden, bürgerbewegten Zeit.
Hier einige, wenige Beispiele:
1991 aus Anlass des 1. Golfkrieges bildete sich eine Jugendgruppe um Astrid Rothe, die täglich am Bahnhof „Vereidigungen der Zivilpersonen“ zum Kriegseinsatz im Golf vornahm und somit Leute mit diesem Thema konfrontierte. Wir hatten keinen Mangel, an Ideen und es gab auch leider keinen Mangel an Kriegen. Sehr spektakulär war der „Friedensritt durch Erfurt“ 1993. Eine Paderborner Pferdegemeinschaft wandte sich so gegen Krieg und Abschiebung. Das Thema war hier: „Nur Pegasus kam durch.“
Aus Anlass des letzten Irak-Krieges wurde auf dem Anger, gesponsert vom DGB, ein Meer von Schnittblumen ausgelegt und dem Bürger als Blumen für den Frieden überreicht. Das Bündnis gründete sich 2004 und wandte sich gegen die HartzIV-Gesetze.
In diesem Jahr nun wird das Bündnis für Gerechtigkeit und gegen Rechtsextremismus dem 7. Demo-Jahr wieder 17 Uhr auf dem Erfurter Anger am 4. August 2011 gedenken und der Aktionskreis für Frieden e.V. verbindet dieses Gedenken mit der Erinnerung an die Ereignisse von Hiroshima und Nagasaki am 11.8.2011 ebenfalls 17 Uhr auf dem Erfurter Anger. Zuvor wird es am Montag, dem 8.8.2011, um 17 Uhr, im Frauenzentrum, Pergamentergasse 36, eine festliche Stunde zu diesem Ereignis geben. Wir wollen auch über die Zukunft unserer Arbeit im anschließenden Friedensstammtisch sprechen.
Frau Marianne Kröger, die Organisatorin des Bündnisses, hat dann auch viel über ihre Demo-Erlebnisse zu berichten.
Kurios war kürzlich der Auftritt von 12 schwarz gekleideten Herren, die lauthals Lieder sangen und den Redner störten. Plötzlich meinte jemand, dass es sich um FDP-Stadträte gehandelt habe und sofort war der Spuk vorbei. Ich denke, auch Stadträte und deren Fraktionen sollten Respekt haben vor der ehrenamtlichen Arbeit anderer. Denn Friedensarbeit ist sehr breit gestreut und umfasst auch den inneren Frieden dieser Stadt. Schon seit 14 Jahren ist Frau Hinkeldein im Projekt „Literaturcafe“ im Einsatz um Menschen aus dem Prekariat kulturell zu fördern. Eben so lange setzt sie sich gemeinsam mit Karl Metzner und anderen Friedensfreunden ein für Frauenbildung im Projekt „Friedensstammtisch“ und im Schülerprojekt „Gewaltfrei leben“ geht es um Gewaltprävention. Sehr interessant für viele Bürger ist das Projekt „Esthers Chance“, ein russisch-jüdisches Migrationsprojekt, das für sie Herzensangelegenheit ist.
Frieden ist ein weites Feld, aber wir beackern es mit Vereinsmaßnahmen sehr gern. Schön wäre es, wenn junge Bürger uns unterstützen könnten. Wir sagen aber auch gleich, dieses Ehrenamt wird gesellschaftlich kaum zur Kenntnis genommen, Das heißt, man kann leider keine Meriten erwerben. Wer trotzdem kommt, ist herzlich willkommen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige