Antwort auf Anfrage zu "Weltfriedenstag in Barfüßerkirche"

Hallo, Fedor Freytag,
Hallo, Ingolf Bienert,

die Thüringer Friedenskoordination ist Teil der Deutschen Friedensbewegung und könnte es ganz kurz auf einen Nenner bringen:
„Wo Waffen geliefert werden, folgen Soldaten und folgt Krieg.“
Aber so einfach machen wir es uns nicht, um zu einer tragfähigen Aussage zu kommen. Zunächst gilt es, einen Blick in die Geschichte zu werfen, sprich, den I. und II. Weltkrieg zu betrachten.
Deutschland hat zweimal verloren. Das Land war komplett verwüstet und auf jeden Bürger vom Baby bis zum Greis entfielen 10 000 Mark Kriegsreparationen.
Also: Wenn es schief geht, muss das Volk die Zeche zahlen, nicht die Regierenden. Diese gehen auch keinerlei Risiko mit ihren Entscheidungen ein. Das ist ein Gesichtspunkt, der beachtet werden muss.
Der zweite Punkt ist, dass die USA und die westeuropäische NATO langfristig ein denkbar schlechtes Bild vom Islam zeichneten. Dadurch wurde Hass geschürt und in den zur Zeit machtpolitischen Freiräumen konnte sich eine Terrorgruppe wie der „Islamische Staat“ (IS) festsetzen.
Der dritte Punkt ist die Frage, wodurch die machtpolitischen Freiräume in dieser Region entstanden. Da müssen wir wieder auf den Irak-Krieg des Mister Bush Jr. von 2003 zurückgreifen. Der Krieg begann mit einer handfesten Lüge. Es hat dort niemals chemische Massenvernichtungswaffen gegeben und er endete mit der kompletten Instabilität des Irak, was Wirkung auf die angrenzenden Staaten hatte. Den USA blieb auch diesmal der Erfolg versagt.
Rückblickend ist zu sagen, dass die USA seit dem Indochina- und Korea-Krieg der 50er-Jahre, dem Vietnamkrieg der 60er- und 70er-Jahre, dem 1. Golfkrieg 1990, dem Jugoslawienkrieg 1999 und dem Afghanistankrieg 2001 sämtliche Kriege verloren hat. Kein gutes Image für den mächtigsten Staat der Welt. Nun soll es die NATO, als Hilfskraft sozusagen, richten.
Wir stehen da vor einem Problem. Soll die NATO diese Scharte auswetzen, auch mit der Gefahr, noch weiter in langfristige und superteure Kriege eingebunden zu werden? Die US-Geheimdienste spionieren nach wie vor Deutschland komplett aus und haben mit der US-Terrorgruppe „Stay Behind“ von 1945-1991 am deutschen Parlament vorbei in einer Art Piratenkrieg von Deutschland aus agiert (Phoenix 25.09.14). Trotzdem hat Frau Merkel bereits der Waffenlieferung an die Kurden im Irak zugestimmt, weil Deutschland bedingungslos im Guten wie im Bösen hinter den USA steht. Die Entwicklung in Syrien gibt Anlass zur ernsten Besorgnis. Wir müssen uns deshalb mit den Religionen auseinandersetzen. Der Islam, das Judentum und die Christen haben eine gemeinsame Wurzel: Abraham. Seine Söhne Ismail und David stehen für den Islam und das Judentum. Etwas später, mit Jesus-Christus, entstand der christliche Glaube. Die Bibel, der Koran und die Tora beweisen, dass alle drei Religionen nicht den Hass, den Krieg und die Intoleranz predigen.
Da sich bereits 400 junge deutsche Männer dem „Islamischen Staat“ (IS) angeschlossen haben, ist es wichtig deutlich zu machen, dass diese Terror-Organisation weder Staat ist, noch den Glauben des Islam vertritt. Der IS ist ein Irrweg.
Nun haben die USA wieder ihre „bewährten“ Mittel eingesetzt, Ölfelder abbrennen, Zivilbevölkerung töten und die Infrastruktur einschließlich Ländereien und Nutztiere zu vernichten, um die Bevölkerung auszuhungern. Für die US-Armee sind Luftangriffe unblutig, aber sie vernichten die Existenzgrundlagen der Völker im Nahen Osten und damit auch uns Europäer; schließlich treiben wir weltweiten Handel.
Was wäre unsere Welt ohne Öl, Gas und Rohstoffe? Wir haben nur diese eine Welt; sie muss bewohnbar bleiben, sonst sind wir alle zum Untergang verdammt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidungsfindung nützlich sein.

Mit freundlichen Grüßen
Ute Hinkeldein
Weitere Informationen gibt es unter: www.frieden-und-zukunft.de
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