Besuch des Erfurter Stasi-Gefängnisses

Die Jugend im Gespräch mit dem Zeitzeugen (Foto: Willi Küster)
Erfurt: Stasi-Gefängnis | Um der Jugend von Sömmerda ein Stück Zeitgeschichte näherzubringen, deren Auswirkungen noch heute zu spüren sind, luden am 13.12.2012 der Offene Jugendtreff B27 und die Streetworker interessierte junge Menschen zu einem Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in die Erfurter Andreasstraße ein. In einem Teil des alten Gebäudes wurden 37 Jahre lang über 5000 Menschen aus politischen Gründen eingesperrt. Einer von ihnen war Rainer Schneider. Er wurde 1972 inhaftiert, weil er während eines Kneipenbesuchs in einer feucht-fröhlichen Nacht über die Möglichkeit sprach „abzuhauen“. Damals war er gerade 17 Jahre alt. Als Zeitzeuge schilderte er den jungen Besuchern eindrucksvoll die Umstände, mit denen er Tag für Tag in diesem Knast zu kämpfen hatte, angefangen vom eindringlichen Verhör bis hin zum Umgang der Aufseher mit den Insassen.
Obwohl das Museum noch nicht ganz fertiggestellt ist, hatte die Jugend die Chance, statt trockene Daten zu pauken, Geschichte hautnah zu spüren, was nicht zuletzt an der abschreckend kühlen Atmosphäre der Zellen lag.

Um nicht mit zu düsteren Gedanken nach Hause zu kommen, ließen die Besucher den Abend auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt entspannt ausklingen. Die Jugendlichen bedankten sich für diese gelungene Veranstaltung und wünschten sich für das kommende Jahr eine Fortsetzung

Auch die Mitarbeiter des Offenen Jugendtreffs B27 und der Streetwork Sömmerda wünschen sich eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern und möchten sich auf diesem Weg für die erhaltene Unterstützung bedanken und wünschen allen eine gesegnete Weihnacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2013.
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