Das nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint

Hieß es in der Nationalhymne der DDR, deren Text Johannes R. Becher schuf. Zu viele Tote hatte der 2. Weltkrieg hinterlassen, zu viele Ruinen und Familien im Elend. Nicht irgendwo, sondern im eigenen Land.
Die Männer, die danach mehr oder weniger psychisch gebrochen aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrten, hatten niemand, der mit ihnen ihre Traumata verarbeitete. So trafen sie sich, um untereinander Halt und Stütze zu finden.
Als ich ein kleines Mädchen war, sagte mein Vater zu mir: "Es ist gut, dass wir den Krieg verloren haben, denn die damalige Regierung hätte deutsche Soldaten überallhin in die Welt geschickt, um sie zu erobern. Wir würden noch in fünfzig Jahren an irgendwelchen Fronten stehen."
Ich muss immer wieder an dieses Gespräch denken, denn seine Vermutung ist wahr geworden. Die deutschen Nachfolgeregierungen sind in diese Fußstapfen getreten. Sie kennen nur eines, Krieg, Krieg, Krieg.
Nun sind es schon 52 tote Bundeswehrsoldaten, nicht gezählt die toten Militärs der USA und der anderen NATO-Bündnistruppen. Auch nicht gezählt die wesentlich zahlreicheren toten afghanischen Zivilisten. Schon gar nicht gezählt die Tränen der Mütter, der deutschen und afghanischen.
Ich erwarte nicht mehr, dass unsere Regierung sich zur Vernunft durchringt, um diesen schon längst verlorenen Krieg nun endlich in Würde zu beenden. Mir klingt da ein Lied in den Ohren:
"Wir werden weitermarschieren, bis alles in Scherben fällt. Denn heute gehört uns Deutschland und morgen..." Eigentlich gehört dieses Lied in eine andere Zeit, aber auch das heutige Deutschland wird weitermarschieren, bis zum bitteren Ende.

Aus der Büchse der Pandora entsteigt Gewürm; unbekannte Keime, die zu Hause die Mütter und Kinder töten und die uns zeigen, dass wir dem finalen Ende zustreben. Mit kleinlichem Machtgeschrei und Hilfslosigkeit. Es wird ein Untergang II. Klasse.
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3 Kommentare
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Manuela Deutschland aus Sömmerda | 08.06.2011 | 08:51  
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Thomas Twarog aus Erfurt | 08.06.2011 | 14:11  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 08.06.2011 | 20:38  
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