Der Brückentrip

Dresden: Waldschlösschenbrücke | Die Dresdner Waldschlösschenbrücke wächst




Am Pfingstwochenende habe ich mir mal eine persönliche Vor-Ort-Ansicht über den Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke in Dresden gegönnt.

Im legendären Dresdner Brückenstreit haben die Befürworter des Bauwerkes "gesiegt". Die Zukunft wird zeigen, ob die längste Brücke in "Elbflorenz" für die erhoffte Verkehrsentlastung sorgen kann. Nach meinen Kenntnissen wird dies eintreten.

Besonders wünschen sich die Dresdner und die Durchreisenden eine Verkehrsberuhigung auf dem Schillerplatz und damit eine Entlastung des in die Jahre gekommenen "Blauen Wunders". Hier wurde einen Begrenzung von Fahrzeugen bis 15 Tonnen bereits vor Jahren festgelegt. Gut beobachten kann man auch, dass jeweils nur ein Bus die Brücke passiert. Ein zweiter wartet oft auf der anderen Seite bis sein Weg frei ist.

Die einst geplanten Gesamtkosten betragen 157 Millionen Euro. Bis Ende 2006 wurden bereits 27,9 Millionen Euro ausgegeben - für Planungsarbeiten 13,1 Millionen Euro und für die Sanierung der Stauffenbergallee 8,7 Millionen Euro. Die noch aufzuwendenden 129 Millionen Euro sollen sich Freistaat (96 Millionen Euro) die Stadt Dresden, die Dresdner Verkehrsbetriebe (5,5 Millionen Euro) und Dritte (Stadtwerke Dresden, Telekom usw. 6,7 Millionen Euro) teilen. Die geplanten Baukosten werden voraussichtlich deutlich überschritten, im Februar vergangenen Jahres hatten sich die Nachforderungen der Baufirmen bereits auf 42 Millionen Euro summiert.

Für die jährlichen Unterhaltungskosten des gesamten Verkehrszuges sind 1,02 Millionen Euro, mit Kosten für die Brücke allein in Höhe von 429 000 Euro.
Die Stahlkonstruktion ist gigantisch und dennoch sehr filigran.

Die Brücke erscheint im Elbtal nicht störend und die Einpassung des 1800 Tonnen schweren, 140 Meter langen und knapp 29 Meter breiten Mittelstückes war eine technisch-präzise Meisterleistung. Und es wird eine Tunnelanbindung auf der Neustädter Elbseite geben. Somit wird ein kreuzungsfreier Verkehr auf der Bautzener Straße gewährleistet. Erste Baumaßnahmen sind auch bereits an der Anbindung an der Stauffenbergallee sichtbar.

Ideen für eine Elbbrücke am Waldschlösschen gibt es schon über 100 Jahre. Alle Varianten scheiterten bisher. Auch in der DDR wurde 1967 fleißig geplant. So stand ein Ausbau auf sechs Fahrspuren und bis 1978/79 eine Brücke mit acht Fahrspuren - die mit Autobahnkreuzen angebunden werden sollte – im Visier. Ein Jahr vor der Wende beschloss das Ministerium für Verkehrswesen der DDR, ab 1990 nach dem Entwurf des VEB Autobahnbaukombinat eine vierspurige Brücke mit kreuzungsfreien Knotenpunkten zu realisieren.

Technische Daten der Waldschlösschenbrücke: Bogenbrücke, kreuzt die Elbe bei km 52,68, Länge: 636 Meter, Breite: 29,3 Meter, Höhe: 26,4 Meter, Längste Stützweite: 135 Meter, Fertigstellung 2012.
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1 Kommentar
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 19.06.2011 | 17:31  
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