Einen gutten Berg überwunden? Nein! Über Wunden:

Also ist Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg seit dem 01.03.2011 (gegen 11:15) eine vorübergehende Erscheinung Deutschlands durch seinen Rücktritt als Bundesverteidigungsminister (und aller weiteren politischen Ämter).

Schade, dass ein exzellenter Redner, eine gute Erscheinung als Politiker mit deutlicher Ansprache, klarer Wortwahl – eine Hoffnung als Scharlatan in die(gegenwärtigen) Versenkung geht.

Schade, dass die Universität Bayreuth seine Doktorarbeit weder richtig betreut (Doktorvater) noch ordentlich eingeschätzt hat, was man bei „summa cum laude“ (Höchstnote) zu erwarten gewesen wäre.

Durch die Art und Weise seiner Suspendierung des Kapitäns der „Gorch Fock“ war wohl eine Schmerzgrenze gegenüber der „lockeren“ Entscheidungen zu Guttenbergs erreicht.
Man fand und stürzte sich auf zu Guttenbergs Doktorarbeit als eine schier sagenhafte Verhöhnung wissenschaftlicher Arbeit.

Schade, dass bereits in der Art und Weise der scheibchenweisen Zugeständnisse zu Guttenbers hinsichtlich der Fehler bis hin zu vorsätzlicher Täuschung / Fälschung neben dem Hohn gegenüber den Wissenschaften die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Arbeiten stark gelitten hat.
Einerseits darf man nicht vergessen, dass die Universität Bayreuth sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerten und ihren Teil daran tragen!
Andererseits ist es die Arbeit des Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg, die seinen Umgang mit der Wahrheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, Glaubwürdigkeit nicht nur auf ihn bezogen sondern grundsätzlich auf Politiker in Frage stellt.

Schade, dass Parteien (CDU und vornehmlich CSU) sich „blind stellend“ zu lange an diesem Menschen hielten, dass ich mich mitunter stark an SED-Zeiten erinnert sah.

Schade, dass Ehre und Moralvorstellungen mit und durch Freiherrn zu Guttenberg gelitten haben. Fast ist man geneigt, zu sagen, dass sich das gesellschaftliche Fehlen von Ehre und Moral bewiesen hat

Auf der anderen Seite ergibt sich daraus freilich auch die Chance, dass die gegenwärtige unzumutbare gesellschaftliche Moral endlich wieder zu einem echten Thema und vom Kopf auf die Füße gestellt wird. – Aber zu welchem Preis?!
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4 Kommentare
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Gerald Kohl aus Erfurt | 01.03.2011 | 14:24  
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René Arand aus Erfurt | 01.03.2011 | 18:11  
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Thomas Twarog aus Erfurt | 01.03.2011 | 18:45  
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Andreas Rieger aus Erfurt | 02.03.2011 | 08:01  
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