Erfurt wird unterdurchschnittliche Entwicklung beim Fahrradklima bescheinigt

Fahrradklima-Test Erfurt
Erfurt: *Radhaus | Die Auswertung des ADFC Fahrradklima-Test 2012 ist da
Ende letzten Jahres wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) eine bundesweite Umfrage durchgeführt. Mit 27 Fragen wurde erhoben, wie fahrradfreundlich Radfahrer Ihre Stadt einschätzt. Die Befragten sollten ihre subjektiven Eindrücke mit Schulnoten von 1 bis 6 bewerten.
Im Vergleich zur letzten Umfrage von 2005 zeigte sich bundesweit leicht negativere Tendenz bei der Benotung.
Für Erfurt gaben 352 Interessierte ihre Beurteilung ab, ca. 20% davon waren ADFC-Mitglieder.
Die These: „Bei uns fahren alle Rad, egal ob jung oder alt...“ fuhr mit einer guten Drei (2,9) die Bestnote für Erfurt ein. Bleibt man bei der schulischen Betrachtung, hat Erfurt allerdings einige „versetzungs-gefährdende“ Zensuren im Zeugnis stehen, im „Fach“ Winterdienst auf Radwegen“ hagelt es ein „mangelhaft“(4,81), dies ist gleichzeitig die schlechteste Note.“
Ausgleichen kann Erfurt mit einigen Dreiern und etlichen Vierern in folgenden Fächern:
Die „Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radler frei“ ist befriedigend, (3,17), ebenso wie „Stadtzentrum ist gut mit Fahrrad zu erreichen (3,3) oder gerade noch ausreichend (4,4) bei: „In der Zeitung wird meist positiv über das Radfahren berichtet.“
Die Gesamtnote für Erfurt ist „ausreichend“, das haben auch Leipzig und Magdeburg erreicht. In diese Stadtgrößengruppe gehört auch Münster, welches mit befriedigend (2,61) erneut die beste Bewertung errang.
Weitere Daten unter: http://www.adfc.de/fahrradklima-test/ergebnisse/ad...
Zu Hinterfragen ist einerseits, warum die Beurteilung nicht nur für Erfurt, sondern auch bundesweit schlechter ausfällt als bei dem Fahrrad- Klimatest von 2005 ausfällt?
Und warum eine nur unterdurchschnittliche Entwicklung in Erfurt?
Ein besseres Fahrradklima entstünde schon, wenn es nicht nur Berichte über unbehelmte und betrunkene Radfahrer zu lesen gäbe.
Positive Entwicklungen, wie die erfolgte Freigabe des westlichen Angers für den Radverkehr oder das ambitionierte städtische Verkehrsentwicklungskonzept sind berichtenswert.
Am effektivsten wäre allerdings eine Erklärung der kommunalen Politik, sich für die Förderung des Radverkehrs zu einzusetzen. So wie dies z. Zt. in Karlsruhe geschieht, mit entsprechendem Etat und einer Zielbeschreibung. Das Fahrradfahren in städtischen Räumen ist schließlich keine Modeerscheinung, sondern eine sich weiter entwickelnde umweltfreundliche Fortbewegungsart für alle, die am Straßenverkehr teilnehmen.
Weitere Informationen: http://www.adfc-erfurt.de/
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