Flutgeschichten

Weite Regionen versanken unter großen Fluten. Einige Gebiete stehen seit Wochen unter Wasser. Was am Ende aus der dunklen Brühe auftaucht, zeigt totale Zerstörung.
Die Bibel schreibt von einer Sintflut in alter Zeit. Ungeahnte Wassermassen aus der Höhe und aus der Tiefe überfluteten den Lebensraum des Menschen. Für Bewohner der orientalischen Wüsten hatten Wasserfluten dämonische Dimensionen. Sie sahen böse Geister oder zornige Götter hinter solch zerstörerischen Kräften. Wir sehen heute einfach das Toben der Natur und können vieles erklären. Doch genau das darf uns daran erinnern: Die Natur ist nicht nur der romantische Sonnenaufgang, sondern auch Blitz, Sturm und Regen. Eine Flut ist Natur pur. Wer am Fluss wohnt, muss mit Überschwemmung rechnen. Wer am Berg baut, kann von Lawinen heimgesucht werden. Das Leben ist lebensgefährlich. In unserer Vollkasko-Zivilisation vergessen wir das schnell. Was bleibt? Mitmenschlichkeit! Einer hilft dem Anderen. Wo Not ist, wird angepackt. Die vergangenen Wochen haben das neu gezeigt: Viele helfen gern, setzen sich ein, opfern Zeit, Kraft und Geld. Wir sind als Menschen aufeinander angewiesen. Jesus sagt es uns so: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 7,12). Schreiben wir auch nach der Flut Geschichten der Nächstenliebe.

Gesegnete Zeit
Egmond Prill
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 02.07.2013 | 05:38  
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