Mitmischen statt abwarten

Wir wählen wieder. Dabei ist die erste Wahl die Antwort auf die Frage: Hingehen oder nicht? Wir haben die Freiheit für diese Entscheidung.
Mitmischen ist wohl besser als abzuwarten, was andere wählen. Man darf über die Demokratie in Deutschland verschiedener Meinung sein, die Machtfülle der Parteien beklagen, die Übermacht Europas bedauern und das Mittelmaß der Politiker belächeln. Und doch: Wir haben ein hohes Maß an Freiheit. Paulus schreibt den Christen in Korinth: "Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit." (2.Korinther 3,17).
Im Glauben an Jesus Christus sieht der Apostel einen weiten Raum zur Entfaltung unseres Lebens. In der Verbindung mit Gott und der Verantwortung vor Gott haben wir Freiheit.
Es heißt, die Demokratie stammt aus dem alten Griechenland. Doch waren damals nur wenige vom Volk an der Volksherrschaft beteiligt. Die freien Bürger, das waren reiche Männer. Gerade die Christen in Korinth gehörten nicht zu den Hochgebildeten und Einflussreichen. Leute vom Hafen, sicher auch Sklaven und vor allem Frauen, waren gleichberechtigte Glieder der Gemeinde. Das hatte die Welt noch nicht erlebt! Jesus gibt jedem Menschen eine einzigartige Würde. Wer vor Jesus kniet, kann vor Menschen stehen. So kann sich jeder mit seiner Stimme zu Wort melden. Abgeben sollten wir die Stimme nie, wählen schon.

Gesegnete Zeit.
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