Müllgebühren sollen ab 2016 in Erfurt erhöht werden - Horschti empört sich über den "Solidarpakt Müll"

Horschti in der Tonne.
Erfurt: Stadtverwaltung |

Eine millionenschwere Fehlkalkulation der Stadt Erfurt wird zur Mehrbelastung für die Bürger bei der Müllabfuhr

„Da kriegste doch die Mülltonne nicht zu“, ruft enttäuscht Horschti, als er von den Plänen der Stadt Erfurt erfährt, die Müllgebühren zu erhöhen. „Eine Erhöhung kommt für mich nicht in Frage“, sagt er.


Der Sparfuchs

Horschti lebt in seinen Horst, hat einen 60-Liter-Einsatz in seinerMülltonne, die er alle 4 Wochen leeren lassen könnte. Da hat er schon Jahre lang gespart, günstig gewirtschaftet, seinen Haushalt konsolidiert. Dass so etwas geht, wussten wahrscheinlich die wenigsten, sonst würde die Erhöhung ab 2016 wohl noch höher ausfallen.

Der Mülltrenner

Doch der seit Anfang der 80er-Jahre praktizierende resolute Mülltrenner ist dennoch sauer. Seine Mülltonne stellt er meistens nur zwei Mal im Jahr vor die Tür und löhnt dafür 36,84 Euro. Dazu kommen die personenbezogene Grundgebühr von 16,94 Euro und die Biotonne für 13,79 Euro. Mehr ist es aber auch nicht wert.


Der Solidarpakt Müll

Im Ganzen okay, schließlich wird ja auch Sperrmüll, Elektro-Altgeräte, Schrott und Weißware dafür abgeholt. Was aber selten vorkommt. „Mit 5,63 Euro pro Monat kann ich leben“, sagt Horschti. Aber gegen den „Solidarpakt Müll“ ist er schon. Jeder sollte für das bezahlen was er verursacht. Und Müll wiegen geht doch schon lange. Der Chip sitzt an der Tonne.

Das Unwort

Nur weil einige aus Faulheit, Gleichgültigkeit und Dummheit „schweinsen“, soll die Gemeinschaft dafür bestraft werden. „Mehrbelastung sollte zum ständigen Unwort des Jahres erhoben werden“, raunt Horschti.

Die Erhöhung

Noch hat er keinen neuen Bescheid. Doch nach den Plänen der Stadt Erfurt würde ein 3-Personen-Haushalt (80-Liter-Tonne, Leerung 14-täglich) in den Jahren 2016 bis 2018 immerhin 243,04 statt 196,19 € blechen – rund 150 € in drei Jahren mehr.

Der Haushalt

Damit Horschti seinen Haushalt wieder ausgleichen kann, muss er wahrscheinlich seine Biotonne abmelden. Das senkt dann wieder den Anschlussgrad der braunen Tonne im ländlichen Raum, der aber eher nur bei 30 Prozent liegt. Das kann aber nicht im Interesse der Stadtverwaltung liegen, wenn die Zahl noch weiter sinkt. Aber so geht Haushalt: „Muss ich da mehr ausgeben, muss ich dort einsparen“, sagt Horschti.


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10 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 13.11.2015 | 20:13  
Thomas Gräser aus Erfurt | 15.11.2015 | 11:18  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 15.11.2015 | 14:14  
Thomas Gräser aus Erfurt | 15.11.2015 | 23:20  
Ines Heyer aus Saalfeld | 16.11.2015 | 09:24  
Thomas Gräser aus Erfurt | 16.11.2015 | 16:22  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 16.11.2015 | 16:51  
Thomas Gräser aus Erfurt | 16.11.2015 | 21:35  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 17.11.2015 | 09:05  
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Renate Jung aus Erfurt | 17.11.2015 | 10:32  
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