NPD-Kundgebung war ein Flop

Demonstranten in jedem Alter
Erfurt: Domplatz | Ab 10:00 Uhr versammelten sich die ersten Gegendemonstranten auf den Erfurter Domplatz, die etwas gegen die geplante Kundgebung der NPD hatten.
Um 11:00 Uhr war eigentlich der Startschuss für die NPD geplant aber Weit und Breit niemand zu sehen. Derweil vergnügten sich die Leute aus Parteien, Gewerkschaften, Kirche und Einzelkämpfer, bei strahlenden Sonnenschein, auf dem Domplatz.

Zeit ein Schwätzchen mit Innenminister Jörg Geibert, Dr. Holger Poppenhäger oder Tamara Thierbach zu halten. Vom Erfurter Rathaus war Dietrich Hagemann anwesend.
Bei Bratwurst, lautstarker und schrillen Musik vertrieben sich die Menschen die Zeit.

Erst gegen 12:30 Uhr fuhr plötzlich ein Kleintransporter und ein Lkw der NPD in Richtung Domplatz. Große Aufregung! Die Fahrzeuge hatten die Einfahrt zum Domplatz verfehlt, obwohl es „rechtsrum“ ging. Einige Einzelpersonen versuchten gleich einmal einen kleinen Angriff auf die Fahrzeuge. Dieser konnte aber sofort von der Polizei unterbunden werden.

Nun standen die Fahrzeuge genau in der Höhe des Landgerichtes und eins,zwei Fix wurde eine Sitzblockade vor und hinter den Fahrzeugen in Angriff genommen.

Nichts ging mehr für den Straßenverkehr. Eine völlig neue Lage für die Polizei.

Ihnen blieb nun nichts weiter übrig als die Kundgebung nun auf der Straße statt finden zu lassen. Umsichtig, wie ich meine, da dadurch eine Eskalation verhindert wurde.

Die ca. 10 Anhänger der NPD montierten nun ihre Lautsprecher auf das Dach ihres Lkw. Dies hätten sie sich aber sparen können.
Als der erste Redner anfing zu sprechen ging ein ohrenbetäubender Lärm los. Trillerpfeifen, Sirenen und eine transportable Musikanlage ließen kein verständliches Wort, der NPD-Anhänger, über den Domplatz hallen. Es folgte der zweite, der dritte und der vierte Redner. Aber alles ging einfach im Pfeifkonzert unter.

Man sah in den NPD-Anhängern den Frust ins Gesicht geschrieben. Aber ca. 250 Gegendemonstranten machen nun mehr Lärm als eine Mini-Lautsprecheranlage der NPD.

Als die Kundgebungszeit weit über eine halbe Stunde überschritten war, wurde dem Geschrei ein Ende gesetzt. Ein Führender Polizeibeamter beendete nun die Rednerzeit.

Hierbei kam es zu einer kleineren Rangelei zwischen den Landtagsabgeordneten der NPD-Sachsen, Andreas Storr, und der Polizei. Aber alles beruhigte sich schnell wieder.

Die NPD-Leute packten nun ihre Sachen, kamen aber nicht an der noch bestehenden Sitzblockade vorbei.

Erst als die umsichtigen Kommunikationsbeamten der Polizei mit den Leuten redeten, löste sich die Blockade auf und die NPD-Leute fuhren in Richtung Nordhäuser Straße davon.

Als loyaler Beobachter kann ich sagen, dass nur durch das umsichtige Handeln der Polizeibeamten Ausschreitungen ausblieben. Man setzte sicherlich auf Deeskalation und das war auch gut so.
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