Patienten mit Infektionskrankheiten beim Zahnarzt in sicheren Händen

Erfurt: Messe |

Thüringer Zahnärzte erwarten Teilnehmerrekord beim 4. Akademietag am 20. April in Erfurt


Über die richtige Behandlung von Patienten mit schweren Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis, HIV u. a. bilden sich die Thüringer Zahnärzte am 20. April 2013 im CongressCenter der Messe Erfurt fort. Mit fast 400 Zahnärzten und Zahnmedizinischen Fachangestellten wird der diesjährige Akademietag der Landeszahnärztekammer Thüringen so gut besucht sein wie nie zuvor.

„Unsere Patienten können sicher sein, dass sie in unseren Praxen gut versorgt sind und nicht infiziert werden“, sagt Dr. Andreas Wagner, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen. „Desinfektion und Sterilisation gehören zu den selbstverständlichen Standardverfahren in jeder zahnärztlichen Praxis. Diese Maßnahmen schließen eine Infektionsübertragung aus.“

Ängste ausräumen und Vorbehalte vermeiden

Dennoch sorgt die Zunahme einiger Infektionskrankheiten in den vergangenen Jahren zweifellos für Unsicherheiten im Umgang mit infizierten Menschen bei Patienten und Zahnärzten gleichermaßen. Daher verschweigen betroffene Patienten oft ihre Infektion. Manche Patienten wissen beim Besuch des Zahnarztes auch noch gar nichts von ihrer Infektion.

Die Fortbildung zum Thema „Keine Angst vor Infektionen!?“ soll dieses gesamtgesellschaftliche Problem nun aus zahnmedizinischer Sicht beleuchten. „Wir möchten über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Infektionsschutz informieren und damit Vorbehalte vermeiden“, so der 58-jährige Zahnarzt aus Erfurt.

Zahnärzte sichern Versorgung

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts leben in Thüringen etwa 860 Menschen mit HIV/Aids (Zahl von Ende 2012). Mehr als 100 Menschen erkranken im Freistaat jährlich an Hepatitis C und etwa 70 Menschen an Tuberkulose (Zahlen aus 2011).

Die hohe Berufsethik der Thüringer Zahnärzte rechtfertigt keine Ungleichbehandlung oder Abweisung infizierter Patienten. Medizinische Gründe sprechen stattdessen sogar dafür, die zahnärztliche Betreuung z. B. HIV-positiver Patienten intensiver zu gestalten als bei anderen Patienten: Die Abwehrschwäche macht sich nämlich oft zuerst im Mund-, Kiefer- und Rachenbereich bemerkbar. Eine gute Mundgesundheit ist daher ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von HIV-Folgeerkrankungen.

„Wir Thüringer Zahnärzte wollen Risiken vorurteilsfrei einschätzen. So können wir auch weiterhin alle Patienten – egal ob gesund oder infiziert – optimal und sicher behandeln“, so Dr. Wagner.

Landeszahnärztekammer Thüringen

Die Landeszahnärztekammer Thüringen ist die Berufsvertretung der Thüringer Zahnärzte. Sie setzt sich für die gesundheits- und standespolitischen Interessen der über 2.500 Mitglieder ein. Die Kammer überwacht die zahnärztlichen Berufspflichten, regelt und betreibt die Aus- und Fortbildung der Zahnärzte sowie des Assistenzpersonals und unterstützt den öffentlichen Gesundheitsdienst. Zusätzlich berät die Landeszahnärztekammer die allgemeine Öffentlichkeit in ihrer Patientenberatungsstelle mit wissenschaftlich gesicherten Informationen und nützlichen Tipps zur Mundgesundheit. Weitere Informationen unter www.lzkth.de.
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