Polizeibericht vom Wochenende: EC-Kartenbetrug und Gewalt gegen Teenager

Betrüger wollte EC-Karten - Brühlervorstadt. Einen ungewöhnlichen Anruf erhielt eine 69-jährige Anwohnerin des Nottlebener Weges am Freitag, 25. März. Gegen 11.20 Uhr meldete sich ein Mann, der vorgab, Mitarbeiter einer für die Sicherheit von Banken zuständigen Firma zu sein. Der Anrufer be-hauptete, dass ein Computervirus festgestellt wurde und nun die EC-Karten ausgetauscht werden müssten. Da die Frau misstrauisch und sich richtigerweise nicht gesprächsbereit zeigte, beendete der Anrufer das Gespräch. In der Folge informierte die Frau ihre Bank und die Polizei.

Daberstedt. Derselbe Trick wurde kurz darauf, gegen 11.30 Uhr, bei einem Ehepaar in der Clara-Zetkin-Straße versucht. Nur wenige Minuten nach Gesprächsende erschien sogar ein Täter an der Haustür des Ehepaares und verlangte unter Bezug auf das Telefonat die Her-ausgabe der EC-Karte samt PIN. Auch das ältere Ehepaar reagierte richtig. Sie lehnten die Forderungen des Mannes ab und informierten zunächst ihre Tochter, welche in der Folge die Polizei verständigte. Die Senioren konnten eine Beschreibung des Mannes abgeben: Dunk-ler Teint (südländischer Typ), 1,75 Meter groß, schwarze mittellange Haare, dunkle Hose, lila / pinkfarbenes Hemd.


Landkreis Sömmerda. Ein weiterer inhaltsgleicher Anruf ging 13.30 Uhr bei einer 68-jährigen Einwohnerin der Gemeinde Guthmannshausen ein. Hier schaffte es der Täter, die Geschä-digte zur Herausgabe ihrer EC-Karte zu bewegen. Später meldete sich der Unbekannte nochmals telefonisch und wollte die zur Karte gehörende PIN erfragen. Erst dadurch wurde die Geschädigte aufmerksam, informierte die Polizei und ließ ihre Karte sperren.

Fernseher brannte - Berliner Platz. Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mussten am 25. März gegen Nach-mittag zu einem Zimmerbrand in der Berliner Straße ausrücken. Der 23-jährige Wohnungs-inhaber gab an, dass es gegen 14.45 Uhr zu einer Qualmbildung im Bereich der hinter dem Fernseher verlegten Kabel kam. Unmittelbar darauf habe es eine offene Flamme gegeben und der Fernseher sowie die Schrankwand hätten gebrannt. Der Wohnungsinhaber konnte sich auf den Balkon seiner Wohnung zurückziehen und von dort mit Hilfe einer Nachbarin die Feuerwehr verständigen. Diese konnte den Brand zügig löschen und eine Ausbreitung des Feuers verhindern, wodurch eine Evakuierung der Anwohner vermieden werden konnte. Aufgrund des Rauchgaskontaktes wurde der Wohnungsinhaber vorsorglich medizinisch be-handelt.

Von Gruppe angegriffen - Löbervorstadt. Zwei Schüler wurden am Freitag, 25. März, von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und geschlagen. Die 14 und 16 Jahre alten Jungen waren gegen 21.30 Uhr zu Fuß im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs. Dort wurden sie von mehreren männlichen Jugendlichen südländischer Herkunft angesprochen, ob sie „fighten“ wollten. Als die Schüler dies verneinten, trat einer der Täter den 16-Jährigen mehrfach gegen die Beine, der 14-Jährige wurde von den anderen Tätern mit Faustschlägen traktiert. Den Schülern gelang es, sich von den Angreifern zu lösen uns zu flüchten. Während der 16-Jährige ohne nennenswerte Blessuren davon kam, musste der 14-jährige Schüler wegen starker Jochbeinprellungen ins Helios-Klinikum.

Wegen falschen Parkens ins Gesicht getreten Löbervorstadt. Ein Unbekannter befuhr am 25. März den Parkplatz des Netto-Marktes in der Geibelstraße. Da er sein Auto direkt vor der Eingangstür des Marktes abstelle, wurde er von einem 37-jährigen Kunden des Marktes angesprochen, ob er den Wagen nicht auf einer der markierten Parkflächen abstellen könnte. Der Streit eskalierte, als der Falschparker dem Kunden ins Gesicht trat. Anschließend entfernte sich der Täter vom Parkplatz, verlor dabei das vordere Kennzeichen seines Mitsubishi Colt. Durch das Kennzeichen und der Personenbeschreibung stehen die Chancen gut, den Täter ermitteln zu können.

Handgreiflich geworden - Landkreis Sömmerda. Ein Anwohner der Speyersgasse in Kannawurf beobachtete gegen 20.30 Uhr, dass sich mehrere Jugendliche an der nahegelegenen Wipperbrücke aufhielten und pyrotechnische Knallkörper von der Brücke warfen. Als der 38-jährige Anwohner die Jugendlichen zur Rede stellte, wurde er zu Boden geworfen und am Hals gewürgt. An-schließend fuhr der ca. 1,80 Meter große, dunkelblonde Täter als Beifahrer in einem durch die Jugendlichen genutzten Pkw davon. Die Kennzeichen der Fahrzeuge sind bekannt, die Ermittlungen laufen.

Aggressiver Zechpreller - Altstadt. Zu einem Zechpreller wurden am Freitagabend Beamte in die Bahnhofstraße geru-fen. Gegen 23 Uhr hatte ein Mann in der „Subway“-Filiale eine Cola getrunken, sich gewei-gert, diese zu bezahlen und beschimpfte das Personal sowie den zuerst eintreffenden Be-amten der nahegelegenen Bundespolizeiinspektion. Als der Zechpreller durch einen Polizis-ten befragt wurde, verlor er die Selbstkontrolle und griff die anwesenden Einsatzkräfte mit wilden Schlägen und Tritten an. Der Mann musste an Händen und Füßen gefesselt werden, da er sich gebärdete, den Anwesenden mit dem Tode drohte und massiven körperlichen Widerstand leistete. Dabei verletzte er einen Zivilfahnder an der Hand. Nachdem er sich später beruhigt hatte und die Personalien des Mannes durch erkennungsdienstliche Maß-nahmen geklärt waren, wurde der 25-Jährige einem Arzt vorgestellt und auf eigene Veran-lassung ins Helios-Klinikum verlegt.



Geschlagen und gebissen - Krämpfervorstadt. Ein zunächst verbaler Streit endete am Samstag, 26. März, in einer Rauferei. Kurz nach 18 Uhr informierte ein 24-Jähriger die Polizei, dass es in einer Wohnung in der Ruhrstraße zu Tätlichkeiten kommt. Vor Ort trafen die eingesetzten Beamten einen 39-jährigen Mann an, der blutende Verletzungen an Nase und Ohr hatte. Dieser gab an, sich zunächst gemeinsam mit dem Mitteiler und dem späteren Täter in der Wohnung aufgehalten zu haben. Im Streit habe der 21-jährige Täter dann mehrfach mit der Faust zugeschlagen und den 39-Jährigen ins Ohr gebissen. Neben dieser Körperverletzung wird sich der 21-jährige Täter auch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu verantworten haben, da bei der Durchsuchung ein Einhandmesser in seiner Hose gefunden wurde. Solche Messer sind nach waffenrechtlichen Vorschriften als verbotene Gegenstände eingestuft.

Diesel abgezapft - Gispersleben. In der Nacht vom Freitag zum Samstag, zwischen 19 und 9 Uhr, schlugen bislang unbekannte Kraftstoffdiebe in der Deminer Straße zu. Aus dem Tank eines dort ge-parkten Lkw Mercedes entwendeten die Täter etwa 300 Liter Diesel. Weitere rund 50 Liter zapften die Diebe aus dem Tank eines Lkw-Anhängers, der für die separate Versorgung des Kühlaggregates vorgesehen ist. Der 42-jährigen Halterin der Fahrzeuge entstand ein erheb-licher Schaden.

Autospiegel abgetreten - Altstadt. Mehrere Zeugen teilten am Samstag gegen 6.15 Uhr unabhängig voneinander bei der Einsatzzentrale mit, dass im Bereich Franckestraße / Schlachthofstraße zwei junge Männer gegen die geparkten Autos treten. Ein Streifenteam der PI Erfurt-Nord konnte in unmittelbarer Tatortnähe zwei Personen feststellen, auf welche die Beschreibungen passten. Die wegen zahlreicher Delikte polizeibekannten Männer im Alter von 19 Jahren (zur Tatzeit: 1,88 Promile) und 20 Jahren (zur Tatzeit: 0,68 Promille) wurden vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Aufgrund der Hinweise der Anrufer konnten zwei be-schädigte Fahrzeuge, ein Opel und ein Audi, festgestellt werden.

Ladendiebin flüchtete - Altstadt. Eine Mitarbeiterin einer Drogerie in der Schlösserstraße beobachtete am Samstag gegen 12 Uhr ein Kundin, welche Kosmetik-Artikel in ihre Jackentasche steckte und an-schließend das Geschäft verlassen wollte, ohne die Waren zu bezahlen. Als die Verkäuferin die Frau ansprach und festhalten wollte, riss diese sich mit Gewalt los und flüchtete. Zur Beschreibung: Etwa 40 Jahre alt, korpulent, graue zum Zopf gebundene Haare, zur Tatzeit mit einem langen schwarzen Mantel bekleidet. Während der Tatausübung wurde die Frau von einem Jungen begleitet, mit dem sie sich der Zeugin zufolge in einer vermutlich osteu-ropäischen Sprache unterhielt. Der Junge konnte bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Seine Identität wurde geklärt, Angaben zu der weiblichen Diebin verweigerte er je-doch.

Scheibe eingeschlagen – Rucksack weg: Brühlervorstadt. Auf dem Parkplatz gegenüber dem Hauptfriedhof schlugen unbekannte Täter am Samstag die hintere rechte Seitenscheibe eines Opel Meriva ein und stahlen einen im Fahrzeug zurückgelassenen Rucksack. Nach der Vernehmung der geschädigten Fahr-zeughalterin aus Wasserburg am Inn kann die Tatzeit auf 15 bis 15.25 Uhr eingrenzt wer-den. Bargeld, ein Handy und persönliche Ausweisdokumente wurden so zur Beute der Unbekannten.

Versuchter Einbruch - Landkreis Sömmerda. In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde ein zur Miete wohnender 44-jähriger Mann durch das ungewöhnliche Verhalten seines Hundes auf drei Männer aufmerksam, die gegen 1 Uhr versuchten, in das leerstehende Haupthaus eines Dreiseitenhofes in Rudersdorf einzubrechen. Die Täter hatten sich durch die nicht verschlos-sene Hoftür Zugang zum Anwesen verschafft und machten sich an der hofseitigen Tür des Haupthauses zu schaffen. Als die Täter den im Nebengebäude wohnenden Zeugen bemerk-ten, flüchteten sie. Täterbeschreibungen: Täter 1 war ca. 1,70 bis 1,75 Meter groß, kräftig und scheinbar über 30 Jahre. Täter 2 trug zur Tatzeit eine blaue Arbeitslatzhose und einen dunklen Pullover. Täter 3 war ca. 1,80 bis 1,85 Meter groß und kräftig, er war mit Bluejeans und einem dunkelblauen Kapuzenpullover bekleidet.

Betrunken am Steuer - Marbach. Die umfangreiche Aufnahme eines Unfalls, einhergehend mit einer Gefährdung des Straßenverkehrs und einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort, beschäftigte am Samstagabend die Beamten der Polizeiinspektion Erfurt-Nord. Zunächst hatte ein Anrufer aus der Luisenstraße gegen 18.15 Uhr mitgeteilt, dass ein Pkw in seinen Gartenzaun gefah-ren ist und der Fahrzeugführer sich entfernt habe. Die Überprüfung des Fahrzeugkennzei-chens ergab, dass der unfallverursachende Pkw auf eine 54-jährige Frau aus Marbach zu-gelassen ist. Die Halteranschrift wurde geprüft und die Frau erheblich alkoholisiert angetrof-fen. Sie räumte ein, gefahren zu sein, ein Atemalkoholtest ergab 2,01 Promille. Nach den Ermittlungen im Umfeld konnte rekonstruiert werden, dass die Frau in der Luisenstraße ei-nen rechts parkenden Pkw gestreift hatte. Rund 140 Meter weiter kollidierte die Fahrerin dann mit dem Gartenzaun und setzte ihre Fahrt bis nach Hause fort. Am Pkw der Frau ent-standen 1.500 Euro Sachschaden. An dem gerammten Pkw wurde der hinter linke Kotflügel zerkratzt, dabei entstanden 250 Euro Schaden. Bei den zwei eingedrückten Zaunfeldern beläuft sich die Summe auf rund 400 Euro.

Andreasvorstadt. Einem lebensgefährlichen Angriff musste ein weiteres Streifenteam der Polizeiinspektion Erfurt-Nord am 27. März kurz nach Mitternacht ausweichen. Die Beamten hatten in der Nordhäuserstraße eine Verkehrskontrolle durchgeführt und dabei einen Opel mit 128 km/h gemessen. Als die Polizisten den Raser anhalten wollten, fuhr dieser mit unverminderter Geschwindigkeit auf sie zu. Nur durch einen Sprung zur Seite konnten sich die Beamten retten. Im Rahmen der umgehend per Funk eingeleiteten Fahndung konnte der Opel samt Fahrer in der Warschauer Straße festgestellt werden. Eine durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab 0,8 Promille. Der wegen Betäubungsmitteldelikten polizeibekannte Mann räumte ebenfalls ein, vor einigen Tagen Drogen konsumiert zu haben. Der Führer-schein des Mannes wurde beschlagnahmt und Anzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall gefertigt.

Auto zerkratzt - Marbach. Ein Zeuge meldete sich am 27. März bei der Einsatzzentrale und gab an, gesehen zu haben, wie eine Zeitungsausträgerin in der Marbacher Chaussee ein geparktes Auto beschädigt hat. Die Frau habe gegen 12 Uhr zunächst die Zeitung in den Briefkasten gesteckt und dann beim Weggehen mit einem spitzen Gegenstand die Seite eines Kia Picanto ab-sichtlich zerkratzt. Die eingesetzten Beamten nahmen die entsprechende Anzeige wegen Sachbeschädigung auf und sicherten Spuren.
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