Randale im Stadion

Erfurt: Steigerwaldstadion | Am Samstag hatten alle Kinder bis 14 Jahre im Steigerwaldstadion zum Spiel RWE gegen 98 freien Eintritt. Entsprechend viele Knirpse hatten sich auf den Weg gemacht, um den 2:0-Erfolg ihrer Mannschaft über Darmstadt mitzuerleben. Allerdings, und das trübt das Fußballerlebnis maßgeblich, mussten einige auch miterleben, was sich in der Halbzeit und nach Spielende ereignet hat.

Nun werden die Fragen laut, ob die Erfurter nicht gewarnt waren, vor den 98er Fans und ob wie man diese Ausschreitungen künftig, gerade an Tagen wo Kinder zu den Spielen eingeladen werden, verhindern kann.

Hier einige Stimmen:

Vorstand und Mannschaft des Erfurter Drittligisten haben die Handgreiflichkeiten und Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Fans, am Rande des gestrigen Heimspiels gegen Darmstadt 98 scharf verurteilt und missbilligt. Präsident Rombach sagte: "Wir sind zwar noch nicht abschließend und im Detail informiert über das, was sich da hinter dem Marathontor im Einzelnen getan hat, aber das sind Dinge die wir nicht beim Fussball sehen wollen. Wenn ich zudem höre, dass über 50 Personen dabei Schaden genommen haben, fehlt mir jedes Verständnis. So etwas ist eine Schande für den Sport. Ich hoffe, die polizeilichen Ermittlungen werden schnell Klarheit bringen. Nach meinen bisherigen Erkenntnissen ging die Gewalt von den Gästefans aus.".
Der Präsident des FC Rot-Weiß will die Polizei vereinsseitig in jeder Weise unterstützen und möchte deshalb zu Beginn der Woche auch einen Bericht des eigenen Sicherheitsdienstes auf dem Tisch haben.


Marion Walsmann, CDU: Als „unerträglich“ bezeichnete die Kreisvorsitzende der CDU Erfurt, Marion Walsmann, die schweren Randale beim Drittligaspiel Erfurt gegen Darmstadt am Samstag (27.08.).

„Der neuerliche Gewaltausbruch beim Drittligafußball fordert eine gesamtgesellschaftliche Debatte in Erfurt. Es ist wohl kaum vermittelbar, dass Erfurter Bürgerinnen und Bürger, friedliche Fans und alle Thüringer Steuerzahler für die Verfehlungen gewaltbereiter Zuschauer in Sippenhaft genommen werden. Hier müssen Lösungen her“, betont die Kreisvorsitzende Marion Walsmann, MdL.

Sportliche Großereignisse, so Walsmann, bürgten zwar kommerzielles Potential und wirkten regional identitätsstiftend. „Doch der stundenlange Ausfall von Straßenbahnen, Verkehrsbeeinträchtigungen, die Zerstörungswut und die hunderte Polizeieinsätze sind nicht vermittelbar. Ich fordere die lückenlose Aufklärung der Ereignisse. Gewalttäter müssen mit aller Härte zur Rechenschaft gezogen werden.“

Beim Drittligaspiel RWE gegen den SV Darmstadt wurden nach schweren Krawallen 55 Menschen verletzt, davon 39 Polizisten und Sicherheitskräfte.


Von der Polizei heißt es indes in einer Pressemitteilung:

Auseinandersetzungen beim Fußball

Unfriedlich verlief die Begegnung des Rot-Weiß-Erfurt gegen den SV Darmstadt 98 am 27. August im Erfurter Steigerwaldstadion.

Bereits in der Halbzeitpause kam es, vom Gästefanblock 1 ausgehend, zu massiven Angriffen auf Ordner und Polizei in Form von Steinwürfen und Tätlichkeiten.
Gäste und Heimfans hatten die Absperrungen überstiegen und sich hinter den Fanblöcken, am Marathontor, eine Schlägerei geliefert.
Durch den Einsatz von Reizstoffen konnte ein massives Polizeiaufgebot die Fans in ihre jeweiligen Bereiche zurückdrängen.

Nach Spielende mussten die Abreise der gewalttätigen Fans mit massivem Kräfteeinsatz durchgesetzt werden.

Insgesamt wurden bei den Auseinandersetzungen 55 Personen leicht verletzt, davon 39 Polizeibeamte, mehrere Rettungssanitäter und Mitarbeiter des Stadioneinlassdienstes.
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 29.08.2011 | 13:26  
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