Sollte eine Person 3 Abgeordnetenmandate in 3 Volksvertretungen gleichzeitig innehaben?

Erfurt: Thüringer Landtag | Was mir schon lange unter den Nägeln brennt.

Ist das tatsächlich Ausdruck eines demokratischen Systems in Deutschland bzw. Thüringen, wenn eine Person gleichzeitig gewählter Vertreter des Landtags, eines Kreistages und eines Stadtrates (Stadtverordnetenversammlung) ist?

Stünde unsere Demokratie nicht erst auf breiter und stabiler Basis, wenn dies rechtlich ausgeschlossen wäre? Welche verfassungsmäßige Rechtsgrundlage findet sich eigentlich für solche Verhältnisse?

Es ist jedenfalls Fakt in Thüringen, auch wenn ich den vollständigen Namen (M.M.) der Person des öffentlichen Lebens nicht unbedingt erwähnen will, die mir da im Sinn ist. Und ich erkenne darin nur Nachteile für die Entscheidungsprozesse in den Gremien und für eine breite demokratische Mitwirkung der Bürger. Ich glaube, weil die Präsenz von ausreichend vielen aktiven Abgeordneten ins Hintertreffen geraten ist, wird der Ruf nach Volksentscheiden und neuen Parteien immer lauter.

Wenn ein versierter Multi-Funktionär mit diesen drei Mandaten dann auch noch in führendem Parteiamt auf Landesebene ist, wieviel Stimmen vereinen sich da ganz von allein auf ihn, egal um welche Wahl- oder Entscheidungsebene es geht, und welche Medienpräsenz bis hinauf in die Bundesebene vereint sich dann auf ihn? Synergieeffekte? Alles in Ordnung?
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